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Siemens-Meisterschaft 2014

Bild Leider fanden zur heutigen Siemens-Meisterschaft nur 20 Spieler den Weg in unsere Räume. Sie werden ihr Kommen nicht bereut haben, denn es gab wie gewohnt ein harmonisches Turnier mit Spielern jeder Leistungsstärke und vielen interessanten Gesprächen.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt – Dank für die Vorbereitungen an Achim Schilly und Leif Arndt.

Auf den Schachbrettern wurde bemerkenswert gutes Spielniveau geboten. Es gab viele spannende Partien mit tiefen strategischen Ideen und sehenswerten taktischen Schlägen.

Bild Der Kampf um Platz 1 war allerdings recht bald entschieden. Thomas Glatthor (Foto rechts) wurde seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich den Titel bereits zum sechsten Male. Zuletzt musste er allerdings eine vierjährige ungewohnte Durststrecke überwinden.
Das Tabellenbild vermittelt den Eindruck, es sei dem Sieger heute (zu) leicht gemacht worden – die Partien sprachen aber zeitweise eine andere Sprache.
Schon nach sechs Runden hatte Thomas 1½ Punkte Vorsprung. Diesen Abstand hielt er bis zum Schluss – und das trotz einer Niederlage in der letzten Runde. Viktor Korb war es, dem gelang, woran sich acht Gegner zuvor vergeblich versucht hatten.
Allerdings musste Thomas nach eigenem Bekunden in einigen Partien sein ganzes Können aufbieten, so u.a. gegen Leif Arndt und Thomas Binder. Seine große Routine bewahrte ihn vor einer früheren Niederlage.

Den Kampf um die weiteren Plätz entschieden Alois Möschl (Turniersieger von 2011) und Jan Holger Neuenbäumer knapp für sich. Mit Doppelsiegen in den Runden 7 und 8 hatten sie die direkte Konkurrenz ausgeschaltet und so konnte beiden die jeweilige Niederlage in der letzten Partie nicht mehr schaden.
Das Rennen um Platz 5 nahm insofern einen kuriosen Verlauf, als Thomas Binder vor der Schlussrunde noch vorn lag, dann aber trotz eines Sieges noch von Bernhard Baum überholt wurde. Bernhard machte in dieser Runde 4½ Buchholz-Punkte wett, obwohl beide Spieler nur zwei unterschiedliche Gegner hatten.

Den Seniorenpreis erhielt verdientermaßen Viktor Korb (Foto links), Bester Jugendlicher wurde Florian Suhre.
Unter den vereinslosen Spielern konnte sich Yilmaz Yelgin am weitesten vorn platzieren. Er gehört mit seinem Kollegen Yasar Mol seit vielen Jahren zu den willkommensten Gästen dieser Veranstaltung, war heute zum neunten Mal dabei.

Den Teilnahmerekord schraubte Eberhard Geike auf 21 Turnierteilnahmen. Bei seinem Debüt 1992 gewann er die Meisterschaft, seit 1995 währt seine Serie ununterbrochen.

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Blick auf das kleine aber feine Starterfeld Jüngster Teilnehmer in diesem Jahr: Tom Kirstein
Zwei Punkte und viele ganz starke Partien
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Siemensstädter Schach-Urgestein: Ulrich Huhn, Immer gern gesehener Gast: Bernhard Baum (SF Bad Schmiedeberg)
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Die Glanzkombination von Uwe Rüthnick aus der BMM war Blickfang
und Ausgangspunkt vieler angeregter Diskussionen.
Rekordteilnehmer Eberhard Geike, zum 21. Mal dabei
Links im Hintergrund der Gewinner des Jugendpreises