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Siemens-Meisterschaft 2015

Die Siemens-Schach-Meisterschaft erlebte bei der Jubiläums-Austragung gegenüber dem Vorjahr wieder eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl. Unter den Gästen unseres Vereins begrüßten wir manche alte Bekannte, die zum Teil Jahr für Jahr nur dieses eine Schachturnier bestreiten. Andererseits waren erneut einige neue Gesichter zu sehen. Diese bewährte Mischung belegt die Lebensfähigkeit des Turniers und ist uns Ansporn, es auch 2016 wieder in den Kalender aufzunehmen.

Im gesamten Starterfeld wurde gutes Schach geboten. In Erinnerung bleiben einige überraschende Ergebnisse. Gerade das Trainingsthema vom Abend zuvor "Wie spiele ich gegen scheinbar übermächtige Gegner?" war bei vielen Spielern auf fruchtbaren Boden gefallen.
Natürlich forderte das anstrengende Turnier – 9 Runden Schnellschach ohne Pausen – bei einigen Spielern seinen Tribut. Konditionsmangel und fehlende Turnier-Routine kosteten manchen Punkt.

Bild Das ausgeglichene Spitzenfeld und einige überraschend starke "Überflieger" sorgten für ein spannendes Turnier. Nach 5 Runden lagen fünf Spieler punktgleich an der Spitze. Eine Runde später hatte sich der Kreis der Titelanwärter auf das Trio "Baum, Vollbrecht, Glatthor" reduziert.
In Runde 7 gewann Titelverteidiger Thomas Glatthor das direkte Duell gegen Lars Vollbrecht, während Bernhard Baum den Siemensstädter Vereinsmeister Jan Holger Neuenbäumer auf Distanz hielt.
In der vorletzten Runde setzten Baum und Glatthor ihre Siegesserie fort und vertagten die Entscheidung auf Runde 9.

Bild Der minimale Wertungsunterschied ließ keine taktischen Überlegungen zu. Bernhard Baum geriet gegen den 15jährigen Brian Heinze vom gastgebenden Verein früh materiell ins Hintertreffen. Brian hatte die Dame für zwei Leichtfiguren erobert. Doch Bernhard entfachte starken Angriff, der – zusammen mit über 700 Punkten DWZ-Unterschied – noch gute Chancen eröffnete. So lehnte er Brians Remisgebot ab – mit der Bemerkung, er müsse ja gewinnen. Da hätte ihn ein Blick aufs Nachbarbrett vielleicht eines Besseren belehrt. Dort gewann Thomas Binder gegen Thomas Glatthor just in diesem Moment eine Figur und verwertete seinen Vorteil dann sicher. Mit diesem Bonus konnte Schachfreund Baum später doch noch ins Remis einwilligen.
Verdienter Turniersieg für den sympathischen Spieler aus Sachsen-Anhalt (Foto oben rechts) bei seiner 14. Teilnahme an der Siemens-Meisterschaft. Er blieb als einziger Teilnehmer ungeschlagen.

Auf den Plätzen 2 und 3 folgen mit Thomas Glatthor und Lars Vollbrecht zwei Spieler, die man in der Spitzengruppe erwarten durfte.

Als große und freudige Überraschung darf man den vierten Platz für Frau Hanna Adam von der BSG Eckbauer werten. Laut Setzliste nur im Mittelfeld zu erwarten, eilte sie von Erfolg zu Erfolg und fand sich in der vorletzten Runde am Spitzenbrett wieder. Frau Adam unterlag nur gegen die drei Medaillengewinner und errang mit 6 Punkten den Seniorenpreis.

Die Entscheidung in der Jugendwertung fiel im letzten Drittel des Turniers. Brian Heinze bestätigte die sehr guten Eindrücke der letzten Wochen und holte sich verdient den Nachwuchspreis. Platz 7 mit 5½ Punkten ist ein Riesenerfolg. Brian ist es jetzt gelungen, sein schachliches Können mit Abgeklärtheit und Selbstvertrauen zu paaren. In dieser Form freuen wir uns auf ihn als Verstärkung unserer 2. Mannschaft.
Zweitbester Jugendlicher wurde Jannis Hering vom SK Zehlendorf, der sich ebenfalls stark verbessert präsentierte.

Den Teilnahmerekord schraubte Eberhard Geike (Foto oben links) auf 22 Turnierteilnahmen. Bei seinem Debüt 1992 gewann er die Meisterschaft, seit 1995 währt seine Serie ununterbrochen.

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Platz 2 für Titelverteidiger Thomas Glatthor Bernhard Baum und der Vorjahres-Vize Alois Möschl
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Niemand musste hungern oder dursten!
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Neben Achim Schilly sitzt Christof Ettlinger.
Bis 2001 Mitglied unseres Vereins, fand er jetzt wieder
den Weg ans Schachbrett.
Die turbulenten Stellungen zeugen von kompromisslosem Kampf:
Arman, Leif und Brian "in action".
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Engagiertes Schach an allen Brettern
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Thomas, Bernhard und Lars auf den Medaillenplätzen. Schach verbindet die Generationen:
Senioren-Siegerin und Jugendmeister