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Blitz- und Schnellschach-Regeln

Für die von den SF Siemensstadt ausgerichteten Turniere im Blitz- oder Schnellschach gelten die aktuellen FIDE-Regeln dieser Disziplinen mit den nachfolgenden Ergänzungen bzw. Klarstellungen.

  1. Die genannten Turniere werden nicht zur Ermittlung von Blitz- oder Schnellschach-Wertzahlen eingereicht.
    Der Abschnitt "Richtlinien III" der FIDE-Regeln kommt nicht zur Anwendung.

  2. Zu jedem Turnier werden Schiedsrichter benannt. Es können mehrere Schiedsrichter benannt werden. Diese agieren gleichberechtigt. Entscheidungen im Einzelfall kann jeder dieser Schiedsrichter allein und endgültig fällen.

  3. Führt ein Spieler einen regelwidrigen Zug aus, so kann er diesen korrigieren, bevor er die Schachuhr betätigt hat.
    Dabei hat er die Regel „Berührt – Geführt“ einzuhalten.

    Nach Betätigung der Schachuhr hat der Gegner das Recht, den regelwidrigen Zug zu reklamieren. Wenn diese Reklamation zutreffend ist, so verliert der regelwidrig ziehende Spieler die Partie. Die Partie ist remis, wenn der andere Spieler kein Material mehr besitzt, mit dem theoretisch ein Matt herbeigeführt werden könnte.

    Der Gegner verliert das Reklamationsrecht, sobald er eine Figur berührt hat mit der Absicht, sie zu ziehen bzw. zu schlagen. In diesem Fall geht die Partie unter Beibehaltung des regelwidrigen Zuges weiter.

  4. Stellt ein Schiedsrichter fest, dass wegen Zeitüberschreitung eine Partie beendet ist, weist er die Spieler darauf hin und stellt das Ergebnis fest.

  5. Endet eine Partie mit beiderseitigem Zeitablauf („Blättchenfall“), so ist sie für denjenigen Spieler verloren, dessen Zeit zuerst abgelaufen war.
    Die elektronischen Uhren zeigen diesen Sachverhalt an.

    Werden Uhren verwendet, die dies nicht feststellen lassen (i.d.R. mechanische Uhren), so ist die Partie remis.

  6. Wird eine Partie trotz (einseitigem) Zeitablauf fortgesetzt und führt der Spieler, dessen Zeit abgelaufen war, ein Matt oder Patt herbei, so zählt das durch diesen Zug herbeigeführte Ergebnis.
    Stellt der Schiedsrichter jedoch fest, dass der Zeitablauf bereits zuvor gegeben war, so gilt das durch den Zeitablauf entstandene Ergebnis.

Stand April 2018 – regelmäßige Überarbeitung, insbesondere nach Änderung der FIDE-Regeln, vorgesehen