Berliner Jugendmeisterschaft 2006

2. Vorrunde Altersklassen U10 und U12

Bild Bild Zu dritt waren wir bei der 2. Vorrunde dabei. Während Robin schon von den Erfahrungen der 1. Vorrunde profitierte, spielten Julian und Lukas ihr erstes Turnier. Sie konnten dabei enorm viel lernen, Routine und Cleverness gewinnen.
Das Turnier endete für uns mit einem positiven Fazit. Vor allem in der 3. Runde gab es großen Jubel: Alle drei Spieler gewannen ihre Partien. Dabei revanchierten sich Robin und Lukas für frühere Niederlagen gegen die gleichen Gegner.

Robin Toebs (U12, 4 Punkte aus 7 Runden, 15. Platz) etablierte sich an den vorderen Brettern. Sein Meisterstück waren die erfrischenden Gewinnpartien gegen den Zweiten und Sechsten des Vorjahrs. Robin spielte die besten Partien seiner bisherigen Schach-Karriere. Selbstbewusst und ideenreich mischte er bei den Stärksten mit. Ein guter Platz und eine satte DWZ-Steigerung sind der verdiente Lohn.
Lukas Grünbeck (U12, 1 Punkt aus 4 Runden) spielte ein sehr ordentliches und kampfstarkes Turnier, auch wenn einige Patzer noch Punkte kosteten. Vor allem in Runde 3 zeigte er seine reife Spielanlage, als er im richtigen Moment 15 Minuten über einen Zug grübelte und dann den richtigen Plan fand. Leider musste er wegen Krankheit auf das zweite Wochenende der Meisterschaft verzichten.
Julian Rausch (U10, 3 Punkte aus 7 Runden, 38. Platz) bestand die Bewährungsprobe seines ersten Turniers hervorragend. Zweimal ging er als verdienter Sieger vom Brett, auch beide Remispartien sahen ihn schon klar überlegen. Julians Partien gehörten meist zu den längsten der Runde – toll, dass er sich schon so lange konzentrieren kann.

1. Vorrunde Altersklasse U12

Bild In einem enorm starken und ausgeglichenen Feld konnte sich Robin Toebs etablieren. Mit 3 Siegen aus 7 Runden platzierte er sich erwartungsgemäß im Mittelfeld. Verdientermaßen wird er dafür auch mit einer respektablen ersten DWZ (857) belohnt.
Bei Robins erstem Meisterschaftsturnier war zunächst alles neu: Schreibpflicht, lange Bedenkzeit, konzentrierte Atmosphäre…
Doch er lernte in den 4 Tagen viel dazu und gewann die Routine, die einen Turnierspieler auszeichnet. Natürlich haben wir auch gesehen, was zu den Besten noch fehlt.

Die Partie der letzten Runde illustriert sehr schön den Verlauf der 2 Wochenenden: Robin konnte in einer ihm gut vertrauten Variante des Zweispringerspiels auf f7 aussichtsreich den Springer opfern. Es entstanden halsbrecherische Verwicklungen. Doch auch sein starker Gegner kannte sich gut aus und verteidigte sich kaltblütig. So wurden mehr als 10 Züge "nach Theorie" gespielt. Nach einer kleinen Ungenauigkeit konnte Schwarz den Damentausch erzwingen und stand mit seiner Mehrfigur auf Gewinn. Doch Robin zeigte schönen Kampfgeist und kam in die Partie zurück, holte sich die Figur wieder und erhielt schließlich ein mindestens ausgeglichenes Turmendspiel. Dort erkannte er dann leider zu spät die Gefahren, die vom gegnerischen Freibauern ausgingen und so wanderte der Punkt doch noch einmal auf die andere Seite.