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Der erste Auftritt des Herder-Gymnasiums bei einer Deutschen Meisterschaft setzte der erfolgreichen Saison das Sahnehäubchen auf.
Als Außenseiter (Platz 13 der Setzliste) gingen wir in den Wettstreit mit den besten Teams aller Bundesländer. Als anerkanntes Mitglied
der Spitzengruppe kehren wir zurück.
Das Geheimnis unseres Erfolges ist ein ausgeglichenes Team ohne Schwächen. Viele andere Landesmeister hatten einen "Überflieger" in
ihren Reihen und dahinter ein großes Leistungsgefälle. Leidtragende dieser Situation war Cara, deren "schwächster" Gegner immer
noch ca. 160 DWZ-Punkte vor ihr lag. Oft fehlte ihr nur wenig zum Erfolg, aber die fehlenden Punkte wurden von ihren Gefährten mehr als
wettgemacht.
Die Meisterschaft in Bad Homburg (Hessen) war hervorragend organisiert und bot auch ein attraktives Freizeitprogramm (Schwimmbad, Besuch
eines römischen Kastells, Grillabend). Hier stimmte einfach alles – das Umfeld, die Stimmung und die eigene Leistung.
Diese Deutsche Meisterschaft macht Lust auf mehr!!!
| Spieler | Rd. 1 | Rd. 2 | Rd. 3 | Rd. 4 | Rd. 5 | Rd. 6 | Rd. 7 | Punkte | Einsätze |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 7 |
| Fabian Laude | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 4 | 7 |
| Roland Pugliese | ½ | 1 | 0 | 1 | 1 | 0 | 1 | 4½ | 7 |
| Jonas Pohl | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 | 4 | |||
| Dmitry Chervyakov | 1 | 1 | ½ | 2½ | 3 |
| 1. Gymnasium Schloss Neuhaus Paderborn | 14:0 – 21,0 BP |
| 2. Edith-Stein-Schule Erfurt | 11:3 – 20,0 BP |
| 3. Justus-Liebig-Gymnasium Darmstadt | 10:4 – 17,0 BP |
| 4. Domgymnasium Naumburg | 8:6 – 16,0 BP |
| 5. Herder-Gymnasium Berlin | 8:6 – 15,0 BP |
| 6. Gymnasium Roth | 8:6 – 15,0 BP |
(18 Mannschaften) --- Abschlusstabelle (PDF-Datei) und Kreuztabelle (PDF-Datei)
Weitere Fotos von der Meisterschaft in unseren Foto-Galerien
| Herder-Gymnasium Berlin | 3 | 1 | Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium Hamburg |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Daniel Pfeiffer |
| Fabian Laude | 1 | 0 | Nora Marina Herbold |
| Roland Pugliese | 1 | 0 | David Minges |
| Jonas Pohl | 1 | 0 | Achim Max Ivo Herbold |
Das Schweizer System bescherte uns einmal mehr einen "last-round-thrill" der besten Sorte. Von Platz 4 bis 14 war noch alles möglich, zumal es
gegen den Hamburger Meister ging, dessen Landesverband im Jugendschach traditionell gute Arbeit leistet. Mit gemischten Gefühlen erlebten
die Betreuer die erste Partiestunde. Caras Gegner startete einen lehrbuchreifen Angriff bei heterogenen Rochaden, Fabians Morra-Gambit war
eigentlich schon keines mehr und Roland musste nach einem Springerschach früh den König ziehen. Einzig Jonas schien sicher auf der Siegerstraße.
Zudem waren wir an den 3 vorderen Brettern spürbar im Zeitrückstand.
Doch nach und nach wendete sich das Blatt. Caras Gegner brach seinen
sehenswerten Angriff einfach ab und überließ ihr das Brett. Der Gegenschlag sah erfolgversprechend aus und scheiterte erst an Zeitnot und
Blättchenfall.
Inzwischen hatte sich Roland aus der Umklammerung befreit und nebenbei 2 Bauern eingesammelt, während Jonas seine schon
klar gewonnene Partie noch in Gefahr brachte. Plötzlich fand er sich in einem Springerendspiel mit (zunächst) nur einem Mehrbauern wieder.
Fabian eroberte mit schön erkanntem Doppelangriff einen ganzen Turm, schlitterte aber immer tiefer in die Zeitnot.
Wenig später war Jonas
wieder aufgewacht und gewann das Endspiel doch noch erstaunlich sicher. Roland demontierte zugleich seinen Gegner, dass es eine Freude
war zuzuschauen.
So hing alles daran, ob Fabian seinen großen Vorteil noch vor Zeitablauf realisieren konnte. Mit der ihm inzwischen eigenen Ruhe
und Souveränität spulte er seinen Plan Zug für Zug ab und setzte schließlich matt, als beide Spieler noch 30 Sekunden auf der Uhr hatten.
So setzte der Kapitän den würdigen Schlusspunkt unter eine fabelhafte Mannschaftsleistung.
Den ganz großen Jubel gab es aber erst bei der Siegerehrung, als Platz 6 für das fränkische Team angesagt wurde und damit unser 5. Platz
feststand…
| Herder-Gymnasium Berlin | 0,5 | 3,5 | Justus-Liebig-Gymnasium Darmstadt |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Leon de Visser |
| Fabian Laude | 0 | 1 | Constantin Göbel |
| Roland Pugliese | 0 | 1 | Johannes Kroder |
| Dmitry Chervyakov | ½ | ½ | Edda Öz |
Gegen eine der Spitzenmannschaften dieser Meisterschaft mussten wir leider eine empfindliche Niederlage einstecken. Roland verlor in der Eröffnung einen Bauern und konnte trotz aller Bemühungen diesen Nachteil nicht mehr wettmachen. Cara und Fabian spielten lange Zeit interessante und offene Partien bis beiden tragischerweise der gleiche Fehler unterlief und je eine Qualität abhanden kam. So blieb es an Dmitry die "Höchststrafe" zu vermeiden. Er erarbeitete sich eine klar gewonnene Stellung, stellte aber kurz vor Schluss die Dame ein. Zum Glück befand sich die Gegnerin da bereits in extremer Zeitnot und gab sich mit einem halben Punkt zufrieden.
| Herder-Gymnasium Berlin | 2 | 2 | Gymnasium Roth |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Markus Hofer |
| Fabian Laude | 0 | 1 | Matthias Margraf |
| Roland Pugliese | 1 | 0 | Christiane Cipra |
| Jonas Pohl | 1 | 0 | Sebastian Wendt |
Auch nach der 5. Runde mischt das Herder-Team weiter in der oberen Tabellenhälfte mit. Roland griff aus dem Morra-Gambit heraus konsequent an und beherrschte seine Gegnerin jederzeit sicher. Jonas erreichte nach ordentlicher Partie ein äußerst lehrreiches Bauernendspiel, das mehrfach hin und her kippte. Der Gegner ließ einige Zugzwang-Chancen aus und als es Jonas gelang, einen gedeckten Freibauern zu bilden, war der Sieg sicher.
| Herder-Gymnasium Berlin | 3 | 1 | Otto-Hahn-Gymnasium Gifhorn |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Olaf Langenfeld |
| Fabian Laude | 1 | 0 | Stefan Richter |
| Roland Pugliese | 1 | 0 | Nicolas Schiffer |
| Dmitry Chervyakov | 1 | 0 | Florian Freitag |
Erneut sorgten die hinteren Bretter frühzeitig für gelassene Ruhe bei Team und Betreuern. Roland und Dmitry gewannen schnell und sicher. Fabian komplettierte den Mannschaftserfolg nach einer Super-Partie. In einem komplexen Endspiel zog sein Bauer zuerst ein, dann kamen genau die richtigen Schachgebote und schließlich das Matt in der letzten Sekunde der gegnerischen Bedenkzeit.
| Herder-Gymnasium Berlin | 2 | 2 | Edith-Stein-Schule Erfurt |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Edmund Friedt |
| Fabian Laude | 1 | 0 | Florian Göbel |
| Roland Pugliese | 0 | 1 | Martin Schareck |
| Jonas Pohl | 1 | 0 | Marius Friedt |
Mit dem 2:2 gegen den thüringischen Landesmeister etablierte sich unser Team im Mittelfeld. Cara hatte das Pech zum dritten Mal, auf einen nach DWZ deutlich überlegenen Gegner zu treffen – gerade das 1. Brett ist in diesem Turnier enorm stark besetzt. Jonas überzeugte auch bei seinem zweiten Einsatz mit sicherem Sieg. Fabian spielte eine sehr routinierte Partie, gewann im Mittelspiel einen Bauern und verwertete diesen im Turmendspiel – wenn auch nicht auf dem einfachsten Weg. Auch Roland war auf der Siegerstraße. Nach frühem Figurengewinn geriet er jedoch in entsetzliche Zeitnot und unterlag einem cool und clever aufspielenden Gegner.
| Herder-Gymnasium Berlin | 3 | 1 | SZ Butjadinger Straße Bremen |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Peter Lichmann |
| Fabian Laude | 1 | 0 | Edin Zultic |
| Roland Pugliese | 1 | 0 | Tom Thaden |
| Dmitry Chervyakov | 1 | 0 | Cornelia Bosmann |
Diese Runde zeigte einmal mehr, was eine ausgeglichene Mannschaft wert ist. Bremens "Superstar" Peter Lichmann (ELO 2285) hatte an seiner Seite drei eher unterdurchschnittliche Spieler und so geriet unser klarer Sieg nur kurzzeitig in Gefahr, als Fabian allzu schnell in ein wohl nachteiliges Turmendspiel abtauschte. Roland (nach leichtem Überfallangriff in der Eröffnung) und Dmitry (nach nicht ganz korrektem Läuferopfer) hatten da bereits sichere Punkte verbucht. Doch auch Fabian zeigte in der Folge, dass er der klar bessere Spieler ist und gewann noch ohne große Mühe.
| Herder-Gymnasium Berlin | 1,5 | 2,5 | Faust-Gymnasium Staufen |
|---|---|---|---|
| Cara Hoffmann | 0 | 1 | Maximilian Maier |
| Fabian Laude | 0 | 1 | Frederik Börnsen |
| Roland Pugliese | ½ | ½ | Tobias Matysiak |
| Jonas Pohl | 1 | 0 | Nico Pfefferle |
Mit einer ehrenvollen Niederlage gegen die Nr. 4 der Setzliste startete unsere Mannschaft in das Turnier. Cara fügte in einer standardmäßigen taktischen Wendung einen Zwischenzug ein, was leider schnell zu klarem Nachteil führte. Auch Fabian stand früh unter Druck. Beide kämpften lange und vorbildlich – doch leider ohne zählbaren Erfolg. Roland befreite sich aus einer zunächst verdächtigen Stellung und erarbeitete sich sogar ein gewinnbares Leichtfigurenendspiel, musste es aber in Zeitnot doch zum Remis abwickeln. Den ersten vollen Punkt für uns fuhr Jonas ein. Er gewann seine nie gefährdete Partie schließlich in gegnerischer Zeitnot noch sicher.
Im Ersatzspielerturnier wechselten sich Jonas und Dmitry ab. Mit 6 Punkten aus 7 Runden belegten sie einen sehr erfreulichen
2. Platz. Die souveräne Meistermannschaft aus Paderborn schickte ausgerechnet gegen Jonas einen ihrer besseren Spieler ins
Ersatzspielerturnier und sicherte sich damit auch hier den Sieg.
Unser Trainer ließ sich von den guten Leistungen des gesamten Teams anstecken und belegte im Betreuerturnier gegen hochkarätige
Konkurrenz den 3. Platz.