Tagesbericht vom 05.02.2007

Zwei Punkte aus 10 Partien – das kann man nicht wirklich als große Steigerung verkaufen. Doch auf den Brettern sah es heute schon etwas besser aus. So standen am Ende der Analyse leider zu oft Worte wie "Schade" und "Unnötig".

Schade war es z. B., dass Erik die Chance vergab, sich mit einem Sieg gegen den DEM-Neunten Aron Moritz Respekt zu verschaffen. Nach 1.e2-e4 c7-c5 2.d2-d4 c5xd4 3.c2-c3 d4xc3 4.Sb1xc3 Sb8-c6 5.Sg1-f3 Sg8-f6 6.Lf1-c4 d7-d6?? hatte er die Wunschstellung jedes Morra-Gambit-Spielers auf dem Brett, versäumte aber den starken Zug e4-e5, der laut Mega-Database eine Gewinnwahrscheinlichkeit von ca. 70% verspricht.
Am Nachmittag kam er dann zu einem Remis gegen Maximilian Grenz und zeigte dabei, dass er aus Robins gestriger Partie gegen den gleichen Gegner die richtigen Lehren gezogen hat.

Robin traf am Vormittag auf Margarita Kostré. Schon oft standen sich beide gegenüber und wie eigentlich immer in diesen Partien zeigte Robinho, dass er der bessere Schachspieler ist. Doch leider unterlief ihm in einem klar vorteilhaften Schwerfigurenendspiel mit 2 Mehrbauern ein Patzer zum Turm- und Partieverlust – Schade.
Der Stachel dieser Niederlage saß tief und mag dazu beigetragen haben, dass Robin am Nachmittag von Paul Spilke sehenswert auseinander genommen wurde.

Absolut unnötig war die Niederlage von Kevin. In einem Damenendspiel wartete der Beobachter eigentlich nur darauf, welcher Spieler Dauerschach geben würde, um das Remis zu unterschreiben. Doch Kevin lief mit dem König ins Zentrum und in ein einzügiges Matt. Treffende Bemerkung seiner Vereinstrainerin: "So muss man einmal im Leben mattgesetzt werden."

Nicht ganz eingeplant war auch das Remis von Roland gegen Yizheng Yuan. Er hatte zwar lange einen Bauern mehr, kam aber gar nicht ins Spiel. So folgte bald ein Figurenverlust, den Roland später mit sehenswertem Rückgewinn ausgleichen konnte. Das Endspiel mit ungleichen Läufern war natürlich trotz eines Minusbauern remis.

Unser einziger Sieger des zweiten Turniertages war Jonas. Er beherrschte seinen Gegner sicher und provozierte bald den entscheidenden Fehler.

Die Niederlagen von Cara gegen Top-Favorit Georg Kachibadze, Yann Paul gegen Tim Schlesier, der mit seiner Schulmannschaft schon mehrfach an Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat und von Louis gegen einen wesentlich erfahreneren Spieler sind nach durchweg anständigen Partien unserer Schüler problemlos hinzunehmen.


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Jonas' Stellung zeigt noch die Spuren des Morra-Gambits.
Im Hintergrund Louis, der erneut ansprechend mithielt.
Roland: Remis nach schwerem Kampf
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Erik holte heute unseren ersten halben Punkt im U12-Finale.