Wenn einer eine Reise tut…

Unseren Gästen aus Laupheim hat es offenbar sehr gut gefallen. Nach der Rückkehr in die Heimat sandten sie uns einen ausführlichen Bericht über das erlebnisreiche Wochenende in der Hauptstadt und einige Fotos zu, die wir gern veröffentlichen.

Freitag

Am Anreisetag wanderte die Mannschaft vom Hauptbahnhof zum Reichstag, Brandenburger Tor, Stelenfeld, durchs Grüne bis zur Siegessäule und zum Ausklang gab es ein Besuch der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche nebst dem beeindruckenden ’Hohlen Zahn’. Danach ging es vor 22 Uhr auf die Zimmer.

Bild Samstag

Am Samstag dann 7.30 Frühstück und Anreise zum Wettkampf, zu dem elf 8’er Mannschaften erschienen sind.
Dass schon in der ersten Runde mit der Georg-Büchner Oberschule einer der Favoriten, wenn auch mit Hilfe der Zusatzpunkte, deutlich bezwungen werden konnte und man schachlich den über die Bretter verteilt 36 Jahre älteren Spielern fast ebenbürtig war, sorgte gleich zu Beginn des Turniers für gute Laune.
In Runde zwei kam man dann auf die erste Mannschaft des Gastgebers, der man sich geschlagen geben musste. Beachtlich war dabei, dass die Punkte des CLG an den ersten Brettern erzielt werden konnten, an denen die Herderschule WK II oder III-Spieler einsetzte. Das CLG setzte hinter den Baden-Württembergischen Meistern der WK IV noch jüngere Spieler ein. Nach dieser Niederlage folgten 3 deutliche Siege gegen Herder II und III und den ersatzgeschwächten Berliner Meister (WK IV), die Sonnenblumengrundschule I. So landete man nach der Vorrunde nach 5 Runden Schweizer System souverän auf Platz 2 und dem Qualifikationsplatz für die A-Schlußrunden um Platz 1-4.
Die Albrecht-Dürer Oberschule und das stark eingeschätzte Greifen-Gymnasium Ueckermünde waren schon aus dem Rennen.
Auch in den A-Schlussrunden war die Herder-I-Mannschaft die einzige die für das CLG an diesem Tag nicht schlagbar war und so landete man nach gut sechs Stunden Turnierschach ohne größere Pause auf Platz 2.
Überraschend für uns war, dass bei dem großen Turnier, dass vom Schachlichen her sehr gut organisiert wurde, nicht für Verpflegung gesorgt war. Bei der Hitze war es schon ein kleines Handicap, nach anstrengender Anreise und Hotelnacht über Stunden ohne Getränke aushalten zu müssen.
Anmerkung des Webmasters: Sorry – aber da ist wohl etwas schief gelaufen. Die Schul-Cafeteria hatte geöffnet und wurde auch von vielen Teilnehmern genutzt. Da müssen wir beim nächsten Mal wohl etwas lauter Werbung machen…

Nach dem Wettkampf führten uns Schüler des Gymnasiums zur ‘besten Eisdiele’ Berlins und zum Baden an den Groß-Glienicker See. Dass durch den See früher die Grenze zwischen der DDR und Westberlin und dieser quasi Teil der Berliner Mauer und vom Osten her nicht zugänglich war, wie uns Herr Steinkrauß erläuterte, ist heute glücklicher Weise nicht mehr erkennbar, brachte den einen und anderen der Jungs doch zum Nachdenken.
Ein Gewitter vermasselte den geplanten Besuch eines Freiluftkinos, so fuhr man zum Potsdamer Platz, schlenderte durch das beeindruckende Sony-Center, besuchte eine Spätvorstellung im größten Saal des Cinemax und kam ziemlich spät in die Federn.

Bild Sonntag

Am Sonntag stand dann der Besuch des Spektrum und Technikmuseums an, für den der ganze Tag investiert wurde.
Am Abend fuhr die Mannschaft dann zu einer Schachkneipe nach Berlin-Köpenick, zu einem Schachturnier über 5 Runden Schweizer System mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. Da Robert mit seinem Gipsbein durch die ersten Tage schon stark ermüdet war, kam man nicht immer pünktlich auf jede U-Bahn, wodurch sich die Fahrt nach Köpenick recht abenteuerlich entwickelte – statt der einen Stunde brauchten wir so fast 2 Stunden – das Schachkneipenturnier machte aber allen dann doch einen riesigen Spaß und nachdem Oliver Karnbach den Wirt Siegfried Witte besiegen konnte und im Endspiel gegen seinen Schachlehrer Dieter Janson remisierte konnte er sich noch als Sieger feiern lassen.
Pedro, einer der teilnehmenden Gäste, war so angetan von der Schachkunst der Knirpse, dass er uns allen über seine Firma die Zeche beglich. So schallte um Mitternacht ein Dankesruf durch die Köpenicker Gegend.

Montag

Am Montag morgen bekam die Mannschaft noch eine hervorragend vorbereitete Führung durch den Reichstag durch Herrn Rose, ein Mitarbeiter Herrn Romers, MdB, der nicht zögerte dies zu ermöglichen.