Finale der Altersklasse U12

Bild Für Yiyang und Matthias war es ein Riesenerfolg, sich für das Finale der besten 12 Berliner Schachkids zu qualifizieren. Erwartungsgemäß konnten sie hier noch nicht mit den Allerbesten mithalten. Doch ein Teilziel haben sie erreicht: Mit Platz 9 und 12 bei 3 bzw. 2 Siegen landen sie besser als ihre älteren Vorgänger vor einem Jahr.

11 Runden in 7 Tagen gegen durchweg starke Konkurrenz sind eine extreme Belastung und in diesem Sinne auch eine wichtige Erfahrung für unsere jungen Recken. Selten hat man als Schachspieler die Chance zu einem vollrundigen Turnier über eine solche Distanz. Allein dieses Erlebnis war es wert, die Osterferien am Schachbrett zuzubringen.

Bild Bei perfekter Organisation (und ebensolchem Wetter) blieb in der Sonnenblumen-Grundschule kein Wunsch offen. Viele gute Ideen – allen voran das tolle Programmheft für jeden Teilnehmer – und die stets aktuelle Internet-Berichterstattung mit allen Partien fanden bei den Schülern großen Anklang.

Bild Yiyang startete mit 3 Siegen in den ersten 4 Runden hervorragend. Leider bekam er im Laufe des Turniers überraschend konditionelle Probleme. Seine Spielweise wurde fahrig und war von seinem sonstigen Leistungsvermögen, welches er in den ersten Runden gezeigt hatte, weit entfernt.
Matthias hingegen bewies über alle 7 Tage tolles Stehvermögen. Seine Partien – zum Teil über 3½ Stunden – waren deutlich besser als es die Platzierung vermuten lässt. Selbst mit den Besten konnte er gut mithalten. So erreichte er gegen den Turniersieger ein völlig ausgeglichenes (vielleicht sogar vorteilhaftes) Turmendspiel.

Damit ist auch gesagt, woran wir noch arbeiten müssen. Zum einen wurden reihenweise in komplexen Endspielen die Punkte weg geworfen (das galt freilich auch für die Konkurrenz). Andererseits haben wir Defizite im Eröffnungswissen. In der Vorrunde und beim Schulschach mag es genügen, natürliche Entwicklungszüge zu machen. Unter den Besten einer BJEM-Endrunde geht es bereits um konkrete Variantenkenntnis, zum Teil bis zum 15. Zug und weiter sowie um detaillierte Eröffnungsvorbereitung auf den jeweiligen Gegner. Darin haben wir bisher noch keine Kraft und Zeit investiert…

Bericht und Fotos: Thomas Binder