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Für zwei Tage waren wir guter Gastgeber für die U14-Mannschaften der stärksten Berliner Vereine. Zugleich nutzten wir diese
Gelegenheit, erstmals nach mehr als 30 Jahren eine Vereins-Jugendmannschaft der Schachfreunde Siemensstadt in einer
offiziellen Meisterschaft an den Start zu bringen.
Leider nahmen nur 9 Mannschaften aus 7 Vereinen teil, es wurde eine ganze Reihe spielstarker Teams vermisst. So war das
Leistungsgefälle recht hoch und die Tücken des Schweizer Systems sowie einer ungeraden Teilnehmerzahl erzeugten ein Tabellenbild,
das mit den gezeigten Leistungen nicht ganz harmoniert.
Zusätzliche Wettbewerbsverzerrung entstand, weil gleich 4 Mannschaften
zeitweise unvollständig besetzt waren und einige Teams ihre Aufstellung erheblich veränderten. Wie sonst soll man es bezeichnen, wenn
eine Mannschaft ab Brett 2 am ersten Tag mit den Spielern 6, 7 und 8 der gemeldeten Rangfolge antritt, am zweiten Tag
hingegen mit den Nummern 2, 3 und 4? OK – auch wir haben ausgewechselt, doch ohne uns dadurch wesentlich zu schwächen
oder zu stärken.
Für unser Team steht am Ende ein versöhnlicher 4. Platz mit der Winzigkeit eines halben Brettpunktes Rückstand auf
Rotation Pankow. Und selbst da kann man fragen, ob alles mit rechten Dingen zuging. Schließlich war die Rotation-Mannschaft am
ersten Tag nur zu dritt vor Ort, bekam aber in ihrer spielfreien Runde dennoch 4 Brettpunkte angeschrieben…
Sei's drum – wir hatten Bronze genauso wenig verdient wie die Rotationer. Die Mannschaften, die ob ihrer gezeigten
Leistung darauf Ansprüche anmelden konnten (GW Baumschulenweg und die Schachpinguine), landen am Ende in der hinteren
Tabellenhälfte – das sind die Tücken des Schweizer Systems…
| Spieler | Rd. 1 | Rd. 2 | Rd. 3 | Rd. 5 | Punkte | Einsätze |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Robin Toebs | 0 | 1 | 0 | 1 | 2 | 4 |
| Leon Rolfes | 0 | 1 | 0 | 1 | 2 | 4 |
| Yiyang Huang | 1 | ½ | 1 | 2½ | 3 | |
| Tilman Brämick | 1 | 1 | 1 | |||
| Erik Nissen | 0 | 0 | 0 | 2 | ||
| Sebastian Nowak | 0 | 0 | 0 | 2 |
| 1. TuS Makkabi | 10 : 0 – 16,5 BP |
| 2. SV Empor Berlin | 8 : 2 – 15,0 BP |
| 3. SC Rotation Pankow | 6 : 4 – 12,0 BP |
| 4. SF Siemensstadt | 6 : 4 – 11,5 BP |
9 Mannschaften
| SF Siemensstadt | 4 : 0 | GW Baumschulenweg III | |
|---|---|---|---|
| Robin Toebs | 1 | 0 | Justin Strowig |
| Leon Rolfes | 1 | 0 | Joel Naszke |
| Yiyang Huang | 1 | 0 | Alexander Kutschabsky |
| Tilman Brämick | 1 | 0 | Ilkay Coban |
Mit diesem ungefährdeten Sieg nimmt das Turnier für uns einen versöhnlichen Abschluss. Die Punkte für Leon, Tilman und
Yiyang wurden recht schnell und ohne große Aufregung unter Dach und Fach gebracht. Tilman hatte schon beim ersten
Kontrollgang des Trainers zwei Mehrfiguren.
Robin hingegen spielte die letzte Partie der ganzen Meisterschaft. Mit Geduld und Übersicht brachte er seinen klaren
Endspielvorteil zur Geltung.
Leider hat sich nach einer Kommunikationspanne im Vorfeld eine ungerade Zahl von Mannschaften ergeben. Das führte dazu, dass
in jeder Runde ein Team spielfrei war. Dieses immer unbefriedigende Los hat nun in Runde 4 unsere Spieler getroffen.
Schade – es gab genug Mannschaften auf unserem Level, mit denen wir uns gerne gemessen hätten.
| SF Siemensstadt | ½ : 3½ | GW Baumschulenweg | |
|---|---|---|---|
| Robin Toebs | 0 | 1 | Georg Tscheuschner |
| Leon Rolfes | 0 | 1 | Oliver Fartmann |
| Yiyang Huang | ½ | ½ | Max Kümpfel |
| Erik Nissen | 0 | 1 | Paul Spilke |
Schon oft haben wir uns mit unseren Freunden aus Baumschulenweg gemessen – wohl noch nie waren wir so dicht am Erfolg
wie heute. Deshalb schmerzt die klare Niederlage besonders, denn das Ergebnis fällt nach dem Spielverlauf viel zu hoch aus.
Leon kam gut aus der Eröffnung, traute sich nicht an ein sehr aussichtsreiches Qualitätsopfer und wurde dann
vom stark auftrumpfenden Oliver schön ausgekontert. Das Remis von Yiyang
bei fast vollem Brett kam leider etwas früh. Hier spielte wohl auch der Respekt vor dem renommierten Gegner mit.
So lag die ganze Verantwortung bei den beiden anderen Spielern. Erik hatte in der Eröffnung eine Figur für zwei Bauern eingebüßt,
sich dann aber sogar eine vorteilhafte Stellung erarbeitet. Robin spielte gegen den um fast 350 DWZ-Punkte höher
eingestuften Gegner eine großartige Partie. Gerade noch konnte Georg den Königsangriff abwehren, doch verblieb er mit
Minusbauer und wohl schon Verluststellung.
Robin stellte sich nun vorbildlich in den Dienst der Mannschaft, lehnte mehrere
Remisgebote ab, obwohl er liebend gerne mit dem Spatz in der Hand zufrieden gewesen wäre.
Leider wählte er dann im Endspiel die falsche Abwicklung und musste ebenso dem Gegner gratulieren wie Erik, der gegen Pauls
bewundernswerte Ruhe und Souveränität kein Mittel fand.
| SF Siemensstadt | 3 : 1 | Friesen Lichtenberg | |
|---|---|---|---|
| Robin Toebs | 1 | 0 | Moritz Künne |
| Leon Rolfes | 1 | 0 | Felix Küchler |
| Yiyang Huang | 1 | 0 | Julian Fege |
| Sebastian Nowak | 0 | 1 | Nils Torzinski |
In der zweiten Runde kam unser Team zu einem ungefährdeten Sieg. Die sehr junge Mannschaft der Friesen stellte an den drei vorderen Brettern keine großen Probleme. Auch Sebastian kam mit einem Mehrbauern ins Endspiel gegen den heute stärksten Gästespieler. Leider setzte er dann zu passiv fort und geriet noch ins Hintertreffen.
| SF Siemensstadt | 0 : 4 | TuS Makkabi | |
|---|---|---|---|
| Robin Toebs | 0 | 1 | Alexei Kropman |
| Leon Rolfes | 0 | 1 | Ruven Davydov |
| Erik Nissen | 0 | 1 | Wladislaw Galkin |
| Sebastian Nowak | 0 | 1 | Philipp Lerch |
Gegen einen der beiden Titel-Favoriten standen wir heute noch auf verlorenem Posten. Doch vor allem Leon und Erik leisteten ihren Gegnern sehenswerten Widerstand.
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Robin ist in tiefste Konzentration versunken. Gute Partien – nicht immer mit Happy-End |
Erik rechnet eine schwierige Variante durch. |
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Robin spielte in unserem Team das mit Abstand beste Schach. Danke für das Foto an Herrn Siegemund von GW Baumschulenweg |
Tilman kam dank des Freiloses nur einmal zum Zuge. 1 aus 1 sind eben auch 100% |
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Yiyang und Leon hatten in der 2. Runde leichtes Spiel. Trotzdem hätte die Aufmerksamkeit zuerst der eigenen Partie gelten sollen… |
Sebastian spielte sein erstes Turnier dieser Größenordnung. |