Tagesbericht vom 07.02.2009

Mit einem rundum erfolgreichen Tag beenden wir die diesjährige BJEM.
Für den ersten Punkt sorgte Jonas. Sein Gegner – immerhin Stammspieler der Jugendbundesliga – stellte in der Eröffnung eine Qualität ein. Dass sich Jonas solche Vorteile nicht mehr nehmen lässt, hat er in dieser Woche oft genug bewiesen.

Das interne Duell zwischen Leon und Sebastian brachte ein weiteres Mal das Thema aktives oder passives Endspielverhalten zur Sprache. Diesmal hatte Leon den aktiveren Turm und gewann nach lange ausgeglichener Partie sicher.

Mario und Oliver mussten heute am längsten kämpfen, verließen aber schließlich als Sieger den Turniersaal. Olis Partie gegen den überforderten Tabellenletzten (erst 6 Jahre alt) war lange ausgeglichen. Man konnte freilich immer darauf vertrauen, dass der Gegner im Endspiel den Überblick verlieren würde – so auch heute. Mit etwas mehr Aufmerksamkeit hätte Oli aber sicher auch einen schon früher möglichen Figurengewinn bemerkt…

Mario revanchierte sich gegen Robert Kempowski erfolgreich für die Vorjahresniederlage. Lange belagerte er eine Bauernschwäche, wenn auch nicht mit letzter Konsequenz. Das Turmendspiel war zwischenzeitlich in großer Gefahr, doch mit einem klitzekleinen Trick drehte es Mario noch zu seinen Gunsten.

Turnierbilanz

Platz Name Punkte Verein Schule
8. Leon Rolfes SF Siemensstadt Herder-Gymnasium
17. Sebastian Maaßen SF Siemensstadt Herder-Gymnasium
18. Jonas Brenck SF Siemensstadt Herder-Gymnasium
22. Mario Wonneberger 3 SF Siemensstadt Canisius-Kolleg
24. Oliver Stoll 3 SC Weisse Dame Herder-Gymnasium

Die nüchternen Zahlen lesen sich ganz erfreulich. Gegenüber der verkorksten BJEM des Vorjahres gelang uns eine deutliche Steigerung. Leon hat sich unter den Top-Ten etabliert, auch wenn er den Abstand zur absoluten Spitze nicht verkürzen konnte. Sebastian spielte seinen bisher besten Wettkampf, belohnte sich mit einem guten Platz und einem riesigen DWZ-Zuwachs. Jonas, Mario und Oliver haben die Erwartungen des Trainers voll erfüllt und werden um wichtige Erfahrungen reicher in die nächsten Turniere gehen.
Anders als vor einem Jahr gab es auch nicht den großen mentalen Durchhänger des ganzen Teams. Nach einer Niederlage kam oft genug ein passender "Aufbaugegner" und diese Chancen wurden konsequent genutzt.

Wenn angesichts solcher Partien von einem wandelnden Freilos die Rede war, ist damit aber auch das Grundproblem dieser Meisterschaft benannt. Im mit vielen jüngeren Spielern aufgeblähten U14-Feld wurde ein deutlich geringeres Spielniveau geboten, als in früheren Jahren. Wir können erhobenen Hauptes auf die Tabelle blicken, werden aber unsere Ergebnisse auch richtig einordnen.

Unser größtes Defizit lag in der Gestaltung der Endspiele. Hier hat der Trainer viele wichtige Ansätze für die weitere Arbeit erkannt. Oft wurde in dieser Partiephase viel zu passiv agiert. Außerdem gab es mehrfach gravierende Fehlbewertungen beim Übergang vom Turm- zum Bauernendspiel. Das kostete uns wertvolle Punkte.
Das Ausnutzen der Bedenkzeit war bisher oft unsere große Stärke. Diesmal passten wir uns leider auch in dieser Hinsicht dem bescheidenen Gesamtniveau an. Selbst unser gründlichster Denker Sebastian spielte im Schnitt nur wenig mehr als 2 Stunden pro Partie. Alle anderen lagen zwischen 1½ und 2 Stunden. Das ist auf jeden Fall zu wenig.