Trainingsmaterial Nr. 58

Inhaltsverzeichnis

Beyens Trick




Nachschlag
Final Fun




Beyens Trick

Der Weg eines Bauern zum Umwandlungsfeld kann auf vielfältige Art mit kombinatorischen Mitteln geebnet werden. Eine Gruppe von interessanten Motiven hat Tim Krabbé mit dem Namen des weniger bekannten belgischen Spielers Roland Beyen in Verbindung gebracht.
Führt man Beyens Idee auf schachliche Grundmotive zurück, handelt es sich um ein Hinlenkungsopfer, mit dem eine Linie oder Reihe verstellt wird, die der Gegner dringend zur Verteidigung gegen eine Umwandlung offen halten müsste.

Die namensgebende Partie ist nicht ganz so eindrucksvoll wie einige der folgenden Beistpiele. Wegen ihrer Bedeutung als "Original" wollen wir sie hier dennoch vorstellen. Beyens Gegner war immerhin ein mehrfacher WM-Kandidat. Es blieb übrigens der einzige Sieg der Belgier im EM-Vorrundenkampf gegen die Tschechoslowakei.
Beyen – Filip, Luxemburg 1971

Schauen wir uns nun aus Tim Krabbés Sammlung einige weitere schöne Beispiele an.
Kotloman – Zinman, Sowjetunion 1985

Im folgenden Fall sehen wir zwei ganz starke Großmeister.
Timman – Yermolinsky, Niederlande 1999

Gewiss funktioniert Beyens Trick auch über die Vertikale. Leider führt Krabbé hierzu zunächst einige nicht ganz so plausible Beispiele an. Doch einige bekannte Studienkomponisten haben sich zum Glück um das Motiv verdient gemacht.
Studie von A. Wotawa
Der französische Studienkomponist Henri Rick (1870 – 1952) hat das Motiv mehrfach bearbeitet. Besonders eindrucksvoll im folgenden Fall:
Studie von H. Rinck, 1911

Kann man auf diese Weise auch eine Diagonale versperren? Ja, auch das geht:
Garcia – Rubinetti, Argentinien 1972
Und wenn es in der Partie geht, dann auch in der Studie:
Studie von Weenink, 1918

Zum Schluss ein Beispiel, bei dem einem Springer der Weg verwehrt wird. Hierfür hat auch Tim Krabbé nur Studien gefunden.
Studie von Troitzky, 1896




Titel

Der Beitrag hierzu ist in Vorbereitung.




Titel




Titel




Titel




Nachschlag

Die enorme Kraft der Zwickmühle haben wir schon in mehreren Beiträgen erlebt. Unlängst wurde sie eindrucksvoll von einem Berliner Jugendspieler demonstriert. Unter Verzicht auf materiellen Gewinn, bereitet er mittels der Zwickmühle den entscheidenden Mattangriff vor.
Alten – Mittelstädt, Berlin 2012

Immer wieder wird uns die enorme Bedeutung der Quadratregel für die Beurteilung von Bauernendspielen vor Augen geführt. Besonders reizvoll sind Aufgaben, bei denen dieses Element mit anderen Motiven kombiniert wird. Sehen wir eine interessante Studie:
Studie von Sachodjakin, 1934

Und wieder einmal gibt es ein Libellenmatt zu bestaunen, wenn auch nur in den Varianten des folgenden Angriffs.
Colbourne – Blackburne, Hastings 1892

Frühzeitiger Damenfang beschäftigte uns u.a. in Trainingseinheit 17. Ein Motiv, das uns damals entgangen war, sei heute mit zwei Beispielpartien ergänzt.
Tolusch – Aronson, Sowjetunion 1957
Litwinow – Kasanzew, Sowjetunion 1974
Vor allem im ersten Beispiel zeigt die genauere Betrachtung allerdings, dass Schwarz den Schaden durchaus hätte in Grenzen haöten können.




Final Fun

Chesshistory zitiert einige Schach-Aphorismen des Iren James J. Walsh. Ich kann seine Beobachtungen vollauf bestätigen.




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Thomas Binder, 2012