Aljechin,A – Kostic,B
Bled, 1931

Weiß beherrscht die offene Linie. Doch die Einbruchsfelder c6 und c7 sind zunächst in der Hand von Schwarz. Die etwas bessere Bauernstruktur (isolierter Bauer d5) spricht für Weiß, der wirksamer postierte Läufer hingegen eher für Schwarz. Insgesamt sollte Schwarz also noch nicht auf Verlust stehen.

16…Sd7 17.b4
[ Kaum Vorteil verspricht. 17.Dc6 Sf6 ( 17…Sxe5 18.dxe5 Tac8 19.exd6!? Txc6 20.Txc6 h6 21.Tac1 Kh7 22.Lf6 und das sehr aktive Spiel aller Figuren gleicht den geringen Materialnachteil aus. Wiederum triumphiert die Seite, welche die offene Linie besetzen und ausnutzen konnte.) 18.Sd7!? Se4 ( 18…Sxd7 19.Dxd6 ; 18…Txd7? 19.Dxa8+ Kg7 ) 19.Se5 Lxe5 20.dxe5 Tac8 Schwarz hat erfolgreich in der offenen Linie gegengehalten.] Großmeister Uhlmann führt nun folgende interessante Idee ins Feld:

17…b5
[ In der Partie folgte 17…Sf6!? 18.Db3 b5 19.Tc6 Db7 20.Tac1 a5 21.La3 Tac8 22.bxa5 b4 23.a6! Da8 24.Dc2! Txc6 25.Sxc6 Td7 26.Lxb4 Dxa6 27.Sb8 Lxb8 28.Dc8+ Dxc8 29.Txc8+ Kg7 30.Lf8+ Kh8 31.Txb8 Unter Nutzung der offenen Linie hat Weiß schließlich einen starken Mehrbauern und klaren Vorteil. Er gewann die Partie wenig später.]

18.a3
[ 18.Sxd7 Txd7 und Schwarz wird den Druck in der offenen Linie neutralisieren.]

18…Sb6 19.Dd3 Sc4
und Schwarz hat die offene Linie wirksam verschlossen. Der Springer c4 kann nicht vertrieben werden. Wird er getauscht, bleibt die Linie mit einem Bauern verschlossen.