Larsen,B – Sarapu,O
Sousse, 1967

Optisch steht Schwarz sehr gut. Nicht nur, dass er mit verdoppelten Schwerfiguren die offene Linie besitzt, er kann nun auch auf der 2. Reihe eindringen.

23…Dc2 24.Dxc2 Txc2 25.Tf2 Tec8 26.Txc2 Txc2
Schwarz hat einen Turm auf c2 postiert. Doch im Moment geht davon keine ernste Bedrohung aus. Weiß besitzt als strategischen Vorteil das Läuferpaar und wird dieses noch wirkungsvoll einzusetzen wissen. Außerdem muss sich Schwarz um den Bauern d5 sorgen, an dessen Verteidigung eine Figur gebunden bleibt.

27.Lf1!
Bereitet den Einsatz des Läufers auf d3 vor.

27…Sd7 28.Ld3 Tc8
Der Turm muss zurück weichen.

29.Ld4 b6 30.Kf2 f6 31.Lc3 Kf7 32.h4 Se5 33.Lb1 Tc4 34.Th1
Dieser scheinbar sinnlose Zug bereitet g4-g5 vor. Zuvor wäre dies am ungedeckten Bauern h4 gescheitert.

34…Tc8 35.g5 Th8
[ 35…hxg5 36.hxg5 Der Bauer ist tabu, weil sonst der Springer verloren geht. So aber beherrscht Weiß plötzlich eine offene Linie.]

36.f4 Sg4+ 37.Kf3 f5 38.Ld4 h5
[ 38…hxg5 39.fxg5 nebst evtl. h4-h5 und Kf3-f4.]

39.Tc1
Nun ist es Weiß, der die offene c-Linie besetzt hat. Schwarz kann dem nur durch Turmtausch entgegen treten. Danach aber sind die beiden weißen Läufer im Endspiel eine starke Macht.

39…Tc8 40.Txc8 Lxc8
Die Partie dauerte zwar noch sehr lange, doch Weiß gewann schließlich. 1-0