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4. Spieltag – 11.01.2026

Chemie Weißensee II – SF Siemensstadt 2 : 6

Der Spieltag heute ging direkt mit einem kleinen Schreckmoment los – gleich 5 Schachfreunde hatte es offensichtlich ins falsche Gebäude verschlagen, sodass wir erst mit drei Minuten Verzögerung anfangen konnten.

Das sollte die ERSTE heute jedoch nicht aufhalten. Bei meinem ersten Rundgang nach einer knappen Stunde standen wir an fünf weiteren Brettern bereits deutlich besser. Nur bei Joram sah es eng aus. Gegen einen starken Gegner konnte er heute nicht zu seiner gewohnten Leistung finden.
Robin konnte seinen Gegner mit einer seltenen Eröffnungsvariante überraschen und den Stand damit früh ausgleichen. Zur gleichen Zeit machte auch Brian seinem Gegner Druck. Bei entgegengesetzten Rochaden war sein Angriff deutlich effektiver und brachte uns in Führung.

Als nächstes konnte ich selbst einen weiteren Punkt einfahren. Gegen die schwache Eröffnung meines Gegners spielte sich die Stellung fast von selbst. Obwohl ich zunächst einen klaren Gewinn ausgelassen hatte, war der ganze Punkt nie in Gefahr.
Währenddessen sah es auch auf den anderen Brettern gut aus. Thomas spielte ruhig und verbesserte seine Stellung mit jedem Zug. Auch Kai konnte seine Stellung nach einer guten Eröffnung immer weiter verbessern, und Henrys Angriff sah zu diesem Zeitpunkt vielversprechend aus.

Den nächsten (halben) Punkt holte allerdings Florian. Sichtlich überrascht von der Eröffnung seines Gegners konnte er in der Partie nie wirklich Fuß fassen. Während der Gegner einfach nur Figuren abtauschte, musste Florian genau überlegen, wie er sich sinnvoll entwickelt. Am Ende der Eröffnung blieb zunächst ein Minusbauer und nach langer Arbeit dann ein viel zu ausgeglichenes Endspiel, um irgendeinen Vorteil zu erringen.

Die verbleibenden drei Partien wurden nun mehr oder weniger unnötig spannend. Thomas hatte in ein Endspiel mit einem Minusbauern abgewickelt. Sein eigener Bauer war allerdings deutlich weiter vorgerückt und konnte nicht mehr aufgehalten werden. Thomas sicherte uns damit nach etwa 4 Stunden den Mannschaftssieg. Kai hatte zunächst zwei verbundene Freibauern mehr als sein Gegner, wurde jedoch mit dem König zwischen seinen eigenen Bauern eingesperrt und musste nun wieder einen Bauern opfern. Mit zwei gegen einen Bauern dauerte das Turmendspiel dann deutlich länger, auch wenn sich der stärkere Spieler durchsetzte.
Henry hatte nach einem spannenden Hin und Her mit einem überaktiven König in ein materiell ausgeglichenes Turmendspiel abgetauscht. Die deutlich besser stehenden Figuren sahen zwar vielversprechend aus, doch am Ende wurden alle Versuche konsequent von seinem Gegner abgewehrt.

Dass wir am Ende ganze sechs Brettpunkte aus Weißensee mitnehmen können, liegt sicherlich nicht nur an der schwach aufgestellten gegnerischen Mannschaft, sondern auch an der großen individuellen Stärke auf unserer Seite. Wir sind nun ganz klar zum Aufstiegskandidaten geworden und haben gute Chancen, wenn wir die heutige Leistung auch gegen die beiden anderen starken Teams liefern können.

  Chemie Weißensee II   SF Siemensstadt
1 Jan Neldner 1994 0 : 1 1944 Robin Toebs
2 Uwe Arndt 2012 1 : 0 1998 Joram Gmeiner
3 Steffen Poseck 1960 ½ : ½ 1908 Henry Oelmann
4 Silvio Brandt 1893 0 : 1 1998 Brian Heinze
5 Matthias Pröschild 1804 0 : 1 1801 Kai Tonke
6 Avan von Pappritz 1698 0 : 1 1869 Aram Azarvash
7 Mathilda Bächle 1638 0 : 1 1836 Thomas Glatthor
8 Jannes Wolarz 1275 ½ : ½ 1780 Florian Suhre
  2 : 6  

Bericht: Aram Azarvash