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7. Spieltag – 08.03.2026

Caissa Hermsdorf-Frohnau II – SF Siemensstadt 4½ : 3½

In Hermsdorf hat die ERSTE heute einen Rückschlag erlitten. Mit einem Punkt Rückstand starteten unsere sieben Spieler in ihre Partien. Natürlich hat das bei der Ersten nichts zu bedeuten – jeder Gegner ist schlagbar, so auch die Hermsdorfer heute.

Zunächst hatte Tim sich in einer spannenden Stellung auf Remis geeinigt, auch Kai folgte kurz darauf. Beide Remisen waren sicher die richtige Entscheidung, auch wenn vorher vielleicht mehr drin gewesen wäre.
Alper hatte, wie man es von ihm kennt, einen fulminanten Königsangriff gestartet, während sein eigener König im Zentrum ausharrte. Seine Stellung sah eigentlich sehr vielversprechend aus, am Ende landete er jedoch in einem ausgeglichenen Turmendspiel. Somit war auch seine Partie entschieden.

Florian hatte währenddessen auf dem Damenflügel sein Glück zu versucht. Mit einer schönen Taktik konnte er den gegnerischen Turm fangen und sich erfolgreich gegen die letzten Angriffsversuche der gegnerischen Dame wehren. Damit war der Rückstand nach mehr als 3 Stunden zum ersten Mal ausgeglichen.
Joram konnte seinen Gegner mit einer sehr genauen Öffnung überspielen. Auch wenn seine Stellung zwischendrin alles andere als sicher aussah, hat er sich an der entscheidenden Stelle den Vorteil gesichert und die Partie für sich entschieden.

Nach fast 4 Stunden konnten wir nun also zum ersten Mal auf den Sieg hoffen. Leider sah Henrys Partie zu diesem Zeitpunkt aussichtslos aus. Aus einem schönen Mittelspiel heraus geriet ihm die Partie aus der Kontrolle und der Gegner gewann einen Bauern. Henry versuchte über mehrere Stunden, das Ruder rumzureißen, konnte aber nichts gegen das sehr genau gespielte Endspiel seines Gegners ausrichten.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich an meinem Brett ein völlig ausgeglichenes Endspiel ergeben. Dabei hatte ich mir im Mittelspiel einen marginalen Vorteil erspielt, diesen dann aber leider nicht korrekt umsetzen können. Beim Stand von 3½:3½ versuchte ich, jede Ressource zu nutzen, ohne die Partie einfach wegzugeben. Leider hab ich an entscheidender Stelle verpeilt, dass mein Gegner den korrekten Verteidigungszug gefunden hatte und so selbst das Endspiel eingestellt. Diese Entscheidung hat uns zwar am Ende den Mannschaftskampf gekostet, ist aber mit Blick auf die Gesamtsituation in der Saison sicher die Richtige gewesen. Dass mit dann am Ende ein Malheur passiert, kann man nicht ändern.

Leider sind die Aufstiegschancen der Ersten damit besiegelt. Wir werden uns im April in Zehlendorf ein echtes Finale um den zweiten Platz liefern müssen. Ich hoffe, dass wir dann mit der Ersten dort in gewohnter Stärke zeigen können, wieso wir in unserer Klasse so weit vorne stehen.

  Caissa Hermsdorf-Frohnau II   SF Siemensstadt
1 Alexander Lawrenz 1984 0 : 1 1998 Joram Gmeiner
2 Philipp Nonnenmacher 1747 1 : 0 1891 Henry Oelmann
3 Bryan Jonathan Winkler 1723 ½ : ½ 1792 Kai Tonke
4 Edgar Kruse 1961 1 : 0 1883 Aram Azarvash
5 Nils Spenneberg   + : – 1823 Thomas Glatthor
6 Marcus Theviot 1578 0 : 1 1780 Florian Suhre
7 Thorsten Thiele 1516 ½ : ½ 1684 Tim Rettig
8 Manfred Witte 1952 ½ : ½ 1788 Alper Koç
  4½ : 3½  

Bericht: Aram Azarvash