Unser Team WK-I in der Schnellschachmeisterschaft

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Punkte Einsätze
Aram Azarvash 0 0 1 ½ 0 5
Alec Dücker 1 1 1 1 0 4 5
Konstantin Bobenko   0 1 1 0 2 4
Maris Plenio 1   1   0 2 3
Maxim Mironovschi 1 ½   1   3
Tabellenspitze
1. Otto-Nagel-Gymnasium9 : 1
2. Heinrich-Hertz-Gymnasium8 : 2
3. Heinz-Berggruen-Gymnasium7 : 3
4. Andreas-Gymnasium7 : 3
5. Herder-Gymnasium6 : 4

16 Mannschaften

Unsere Ergebnisse:
– Albert-Einstein-Gymnasium(12.)3 : 1
– Otto-Nagel-Gymnasium(1.)1½ : 2½
– Max-Delbrück-Gymnasium(13.)4 : 0
– Katholische Schule St. Marien(6.)3½ : ½
– Heinrich-Hertz-Gymnasium(2.)0 : 4

Platz 5 wirkt auf den ersten Blick etwas ernüchternd, trügt aber darüber, dass unser Team eine respektable Leistung gezeigt hat. Gegen die beiden überragenden Mannschaften waren wir sportlich chancenlos, gegen den neuen Meister aber sehr dicht an einer Überraschung. Die übrige Konkurrenz wurde sicher beherrscht, schon der Tabellennachbar auf Platz 6 überdeutlich geschlagen. Die Mannschaften auf Platz 3 und 4 profitierten davon, dass sie nicht gegen beide Top-Teams antreten mussten bzw. diese nicht in Bestbesetzung gegen sie aufliefen.
Da kann man über den Nachteil der geringen Rundenzahl lamentieren, aber dennoch stolz auf einen gelungenen Auftritt blicken. Unser besonderer Glückwunsch gilt den Nachbarn vom Berggruen-Gymnasium, die die Gunst der Stunde nutzten und ihre Arbeit nun mit einer Medaille belohnt sehen.

Wie hoch die Trauben heute hingen, sehen wir beim Blick auf die Aufstellungen der beiden Spitzenspiele:

Herder-Gymnasium Otto-Nagel-Gymnasium Heinrich-Hertz-Gymnasium
Aram Azarvash (DWZ 1532) – Niclas Hommel (DWZ 2067) 0 : 1 – Luis Rose (DWZ 1819) 0 : 1
Alec Dücker (DWZ 1454) – Niels Bennett Lilienthal (DWZ 1773) 1 : 0 – Ngoc Hai-Dang Ho (DWZ 1825) 0 : 1
Konstantin Bobenko (DWZ 1351) – Florian Zappe (DWZ 1704) 0 : 1 – Oliver Ellert (DWZ 1731) 0 : 1
Maris Plenio (DWZ 981)     – Stefan Ellert (DWZ 1723) 0 : 1
Maxim Mironovschi – Celina Hopp (DWZ 1498) ½ : ½    

Im Match gegen das Otto-Nagel-Gymnasium kamen wir einem 2:2 sehr nahe. Maxim erreichte in höchster Zeitnot ein Endspiel mit ungleichen Läufern und zwei Minusbauern. Celina spielte natürlich auf Gewinn und verbrauchte dabei ihren gesamten Zeitvorrat. Schließlich hingen beiderseits die Blättchen auf der Kippe, als unser Spieler nur noch den Läufer gegen Läufer und zwei Bauern hatte. Jetzt überschritt die Gegnerin die Bedenkzeit. Bei strikter Anwendung der FIDE-Regeln ist die Partie für Maxim gewonnen. So erkannte es auch der gegnerische Mannschaftskapitän und hatte schon ein 2:2 unterschrieben. Der Berliner Schulschachreferent entschied jedoch auf Remis. Sportlich kann man seinem Urteil wohl zustimmen, auch wenn es formal falsch ist. Schließlich war Maxim in den letzten Zügen mehrmals unbemerkt durchs Schach gelaufen, was für den gegenseitigen Zeitverbrauch sicher nicht ganz unerheblich war. In Kenntnis dieses Ablaufs fiel es uns nicht schwer, der Remis-Wertung zuzustimmen.

Auch mit diesem kleinen Schönheitsfehler hat Maxim sein bislang bestes Schach gezeigt. Rechnet man ein, dass er mit längerer Bedenkzeit gewiss noch stärker wird, steht dem Wechsel zum anspruchsvolleren Vereinsschach nichts mehr im Wege. Ein Grund für diesen Leistungszuwachs ist sicher auch darin zu finden, dass er seit anderthalb Jahren gemeinsam mit Maris eine Einsteigergruppe unserer Schach-AG betreut.
Auch Maris darf mit seinem Ergebnis beim Aufrücken in die älteste Wettkampfklasse sehr zufrieden sein.

Aus der Phalanx unserer Abiturienten, die heute zumindest im Schnellschach ihre ereignisreichen Schulschach-Karrieren beschließen, ragte Alec mit vier Siegen und einer Glanzpartie im ersten Spitzenspiel heraus. Aram bekam es auch bei den etwas schwächeren Gegnern am Spitzenbrett noch mit erfahrenen Spielern (Momme Held, DWZ 1655 und Sven Madela, DWZ 1272) zu tun. Konsti war die fehlende Wettkampfpraxis einmal mehr anzumerken. Die beiden Pflichtpunkte holte er dennoch sicher.

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Die beiden Zehntklässler überzeugten bei ihrem Debüt in der WK-I. Schnellschach-Abschied für Aram und Alec
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Maris pausiert in dieser Runde, während Maxim
und Konstantin auf den Partiebeginn warten.
Turniere im Max-Planck-Gymnasium sind ohne den benachbarten Holz-Schredder
nicht denkbar. Ein befreundeter Betreuer bemerkte treffend, dass doch bald kein
Holz mehr da sein könne…