Unser A-Team WK-II in der Schnellschachmeisterschaft

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Punkte Einsätze
Daniel Sulayev 1 1 1 1 1 5 5
Minh Tham 1 1 ½ 1 ½ 4 5
Lior Slarski 1 1 0 0 1 3 5
Thore Surburg 1 1 0 ½ 0 5
Tabellenspitze
1. Käthe-Kollwitz-Gymnasium10 : 0
2. Herder-Gymnasium8 : 2
3. Andreas-Gymnasium6 : 4

9 Mannschaften

Unsere Ergebnisse:
– Heinrich-Hertz-Gymnasium II(9.)4 : 0
– Jüdisches Gymnasium Moses Mendelssohn(6.)4 : 0
– Käthe-Kollwitz-Gymnasium(1.)1½ : 2½
– Herder-Gymnasium II(5.)2½ : 1½
– Heinrich-Hertz-Gymnasium(4.)2½ : 1½

In einem stark besetzten Feld holt unsere WK-II-Mannschaft die Silbermedaille. Das Team des Kollwitz-Gymnasiums war heute insgesamt ein wenig ausgeglichener besetzt und besiegte uns im vorentscheidenden Match knapp, aber verdient. Die DWZ-Folge des Gegners (1886, 1750, 1749, 1649) zeigt, dass wir hier gegen eine leicht überlegene Mannschaft den Kürzeren zogen.
Danach folgte ein wenig überzeugender knapper Sieg gegen das eigene B-Team.
Der abschließende Erfolg gegen eine weitere Top-Mannschaft sicherte dann den zweiten Platz.

Merkwürdigkeiten beim Regelverständnis

Eigentlich war die Ausschreibung für die Berliner Schnellschachmeisterschaft der Schulen eindeutig. Demnach darf jeder Spieler nur in einer Mannschaft eingesetzt werden. Ausdrücklich als "Ausnahme" wird dann formuliert: "Ein Mädchen, das in der Wettkampfklasse M spielt, darf am anderen Spieltag in einer Mannschaft der Wettkampfklassen I, V oder VI mitspielen, sofern es eine entsprechende Klassenstufe besucht. Schüler, die am 1. Tag in der WK V oder VI gespielt haben, dürfen am 2. Tag in einer altersmäßig höheren WK mitspielen."
Nach unserem Verständnis ist damit ein Doppeleinsatz in den Wettkampfklassen I (am Dienstag) und II (am Mittwoch) ausgeschlossen. Das Heinrich-Hertz-Gymnasium sah es anders und bot zwei starke Spieler in beiden Turnieren auf. Noch mehr erstaunte uns die Antwort, die wir auf unsere Rückfrage sowohl vom Berliner Schulschachreferenten als auch vom Landesjugendwart nahezu gleichlautend erhielten: "Da steht nicht ausdrücklich, dass es verboten ist."

Die Regelauslegung überlasse ich dem Leser selbst. Auf dem Schachbrett wurde jedenfalls die passende Antwort gegeben. Am Dienstag verpasste die genannte Schule den Titelgewinn und am Mittwoch sogar die Medaillenplätze.

Schade ist es allerdings, wenn dann einer unserer Abiturienten seine erfolgreiche Schulschach-Karriere, die ihn bis zur Deutschen Meisterschaft geführt hat, mit dem Satz resümiert: "Gut, dass ich kein Schulschach mehr spielen muss. Dann habe ich jetzt nur noch professionell organisierte Turniere."

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Das Silber-Team bei der Arbeit Das Silber-Team auf der Bühne:
Daniel, Lior, Minh, Thore