Herderschach-Weihnachtsturnier 2019

Zusatzspiel I: Die "Kleinen" ärgern die "Großen"

Bild Unser erstes Zusatzspiel wird von den jüngeren Spielern immer mit hoffnungsvoller Aufregung erwartet. Wer gegen einen nach Schulklasse "älteren" Gegner gewinnt, darf bei der Ergebnismeldung einmal würfeln. Eine EINS macht dann den Weg zur freien Auswahl auf unserem Gabentisch frei. Eine SECHS eröffnet immerhin eine zweite Würfelchance. Gegen Ende des Turniers wurden dann noch weitere Gewinnzahlen geöffnet.
Rechnet man heute die Duelle auf gleicher Klassenstufe heraus, so bleiben 115 Partien übrig. Immerhin 45x setzte sich dabei der/die jüngere Spieler/in durch.

Das Spiel bescherte uns auch die nächste Premiere: In der 1. Runde hatten gleich die ersten drei Oldie-Besieger auch Würfelglück, so dass manche schon an einen magischen Würfel glaubten. Später renkte sich das Bild wieder ein, aber auch Coco hatte beim gefühlt dreizehnten Anlauf über all die Jahre endlich das Glück auf ihrer Seite.

Bild Bild Zusatzspiel II: Das Einsteiger-Rechenspiel

Für die Turnier-Debütanten halten wir jeweils ein schachlich-mathematisches Rechenspiel bereit. Diesmal sollte man ermitteln, wieviele Zugfolgen nach jeweils einem Zug von Schwarz und Weiß möglich sind, ohne dass die Stellung achsen- oder punktsymmetrisch wird. Was hier hoch mathematisch klingt, sei im Stellungsbild verdeutlicht. Nach 1.f2-f4 sind eben genau die Züge nach f5 (achsensymmetrisch) und c5 (punktsymmetrisch) auszuschließen. Unsere Einsteiger rechneten konzentriert und gründlich nach. Nur wenige Fehlversuche waren zu registrieren, ehe Richard (Bild links) die richtige Zahl präsentierte. Er konnte auch perfekt erklären, warum es genau 360 Kombinationen sind.

Zusatzspiel III: Das Schätzspiel

Bevor wir zum diesjährigen Schätzspiel kommen, sei ein kleiner Exkurs zum Zusammenwirken von Schul- und Vereinsschach gestattet. Von jeher ist es unser Anliegen, junge Schachspieler vom Einsteiger-Level zu anerkannten Turnierspielern zu entwickeln und ihnen dann die weiterführenden Möglichkeiten zu eröffnen, die Schach im Verein nun einmal bietet – wenn man sich bereit findet, sich dem höheren Trainings- und Wettkampfpensum zu stellen.

Dabei gibt es gleich drei Königswege, die wir gleichermaßen anerkennen und fördern:

Die Siegerehrung des heutigen Weihnachtsturniers zeigte sehr schön, dass alle drei Wege zu starkem und erfolgreichem Spiel führen.

Bild Bild Nun aber zurück zum Schätzspiel: Hier war gefragt, wieviele Herderschüler in den letzten Jahren den Weg zu den Schachfreunden Siemensstadt gefunden haben. Zusätzlich – und damit schon vorab eingebauter Stichkampf – war gefragt, wieviele Spieler davon bereits den Sprung in die Siemensstädter Liga-Mannschaften gefunden haben.

Dass hier die Vertreter des gastgebenden Vereins gewissermaßen Heimvorteil hatten, ist kein Wunder. So kamen am Ende Aram und Thore der Lösung ganz nahe. Auf ihrem Tippzettel stand die "72". "68" wäre genau richtig gewesen. Die zweite Frage beantwortete Aram dann mit "51" (richtig wäre "53") deutlich besser. Thores Schätzung lag hier etwas zu niedrig – vielleicht auch, weil er selbst noch auf die erste Gelegenheit zu einem BMM-Einsatz wartet.
Da aber Aram im Turnier unter die Preisträger gelangte, konnte sich auch der Co-Sieger über einen Hauptpreis freuen. Das etwas unscharfe Foto zeigt beide Sieger beim eigentlichen Kerngeschäft.

Schließlich hatte auch das Schätzspiel noch eine Premiere zu bieten. Philipp (Foto rechts) gab während des Turniers seinen Aufnahmeantrag für unseren Partnerverein ab und erhöhte damit die Lösungszahl eigentlich auf 69, was jedoch an der Sieger-Auswertung nichts änderte.


Bericht und Fotos: Thomas Binder