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| Spieler | Rd. 1 | Rd. 2 | Rd. 3 | Rd. 4 | Rd. 5 | Rd. 6 | Punkte | Einsätze |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Alper Koç | 0 | 1 | 1 | ½ | 1 | 1 | 4½ | 6 |
| Mark Bakulin | 1 | ½ | 1 | ½ | 1 | 1 | 5 | 6 |
| Maxim Khutko | 1 | 0 | 1 | 1 | 1 | 4 | 5 | |
| Vincent Wilkes | 1 | 0 | 1 | 1 | 3 | 4 | ||
| Alexander Borodulin | 0 | 1 | 0 | 1 | 3 |
| 1. Herder-Gymnasium | 10 : 2 |
| 2. Heinrich-Hertz-Gymnasium | 9 : 3 |
| 3. Immanuel-Kant-Gymnasium | 8 : 4 |
15 Mannschaften
| – Heinrich-Hertz-Gymnasium | (2.) | 2 : 2 |
| – Heinrich-Hertz-Gymnasium II | (8.) | 3½ : ½ |
| – Immanuel-Kant-Gymnasium | (3.) | 2 : 2 |
| – Jüdisches Gymnasium | (10.) | 3 : 1 |
| – Albert-Einstein-Gymnasium | (4.) | 3 : 1 |
| – Käthe-Kollwitz-Gymnasium | (5.) | 4 : 0 |
Lassen wir zuerst die Zahlen sprechen: 24 Jahre haben wir auf diesen Titel gewartet. 2002 hatte die damalige WK-I den allerersten Herderschach-Goldpokal bei diesem Turnier gewonnen.
Jetzt wird der Erfolg durch ein reines Vereinsteam der Schachfreunde Siemensstadt wiederholt. Auch darauf wurde immerhin 17 Jahre gewartet, 2009 hatte eine Mannschaft unseres
Partnervereins die WK-III gewonnen.
Heute ging unsere Mannschaft als klarer Setzlistenfavorit ins Rennen. Mit dieser Erwartung kamen wir aber schon manchmal nicht so ganz zurecht. So brauchte es einige
Anlaufzeit, standen nach drei Runden schon zwei Unentschieden zu Buche – gegen die beiden anderen späteren Medaillengewinner.
Für das schachliche Fazit geben wir Kai Tonke das Wort, der die Nerven aufbrachte, sich diese Wettkämpfe anzuschauen:
Wir starteten etwas holprig. Zwei recht souveränen Partien standen eine Niederlage wegen Zeitüberschreitung und ein Fall von Bauer-Durchlaufen-Lassen gegenüber. Der Warnschuss schlug ein.
Vier überzeugende Partien endeten im ersten Sieg. Das Remis von Mark diente zwischenzeitlich der Absicherung des Mannschaftssieges.
In Runde 3 ging es dann gegen den Setzlistenverfolger. Auch dank durchaus spendablen Kontrahenten hatten wir bald an allen Brettern deutlichen Vorteil. Aber unsere Spieler sorgten ungewollt für große Spannung. So kosteten uns zwei Aussetzer einen weiteren Mannschaftspunkt. Damit hatten wir den Gesamtsieg nicht mehr in der eigenen Hand.
Man könnte aber fast glauben, unser Team hätte heute einfach eine Herausforderung gebraucht. Vincent ermöglichte es uns, den nächsten Mannschaftskampf mit einer Führung im Rücken zu spielen.
So probierten unsere Spitzenbretter ein wenig, fügten sich dann aber doch ruhig ins Remis, da Maxim bereits eine Qualität mehr hatte.
Von nun an war unser Team on fire, sodass auch ein Figureneinsteller in Runde 5 unsere schachliche Überlegenheit nicht mehr kompensieren konnte.
Gestärkt hat uns dabei vor allem, wie sehr Alper und Mark geduldig auf Fehler ihrer Gegner warteten, ohne ihre Stellungen zu sehr in Gefahr zu bringen, und anschließend gnadenlos jeden kleinen Vorteil zum vollen Punkt nutzten.
Dass wir nicht nur Schach verstehen, sondern auch zocken können, bewies Maxim in der Schlussrunde, als er mit hoffnungslosem König im Zentrum einen nicht so ganz korrekten Konter fand und das Blatt wenden konnte und so den Grundstein unseres eindeutigen Finalsieges legte.
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| Mit gesundem Selbstbewusstsein geht es in den Turniertag. |
Für mich auch ein emotionaler Moment: Insider wissen, dass es wichtigere Dinge gibt als den sportlichen Erfolg. |
Bericht und Fotos: Kai Tonke und Thomas Binder