Unser Team WK-III in der Schnellschachmeisterschaft ohne Vereinsspieler

Spieler Rd. 1 Rd. 2 Rd. 3 Rd. 4 Rd. 5 Rd. 6 Punkte Einsätze
Damiana Taban 0 0 1 ½ 1 1 6
Lahcen Nabaha   1 1 0 0   2 4
Cord Janssen 0 1 1 1 1 1 5 6
Hasan Chaar 1   1   1 0 3 4
Ivan Novikov 1 1   1   1 4 4
Bild
Tabellenspitze
1. Herder-Gymnasium11 : 1
2. Heinrich-Hertz-Gymnasium III9 : 3
3. Tesla-Schule II8 : 4

15 Mannschaften

Unsere Ergebnisse:
– Heinrich-Hertz-Gymnasium I(4.)2 : 2
– Dathe-Gymnasium(10.)3 : 1
– Albert-Einstein-Gymnasium(8.)4 : 0
– Heinrich-Hertz-Gymnasium III(2.)2½ : 1½
– Gymnasium Steglitz(7.)3 : 1
– Gebrüder-Montgolfier-Gymnasium(5.)3 : 1

Jetzt haben wir auch in diesem Turnierformat unsere erste Goldmedaille gewonnen. Dafür sorgte heute ein ungeheuer reif auftretendes WK-III-Team mit einem überzeugenden Turnier.

Wir starteten mit einem Unentschieden im ewig jungen Duell gegen das Heinrich-Hertz-Gymnasium und ließen zwei Siege gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld folgen. Schon in dieser Phase zeigten alle Spieler konzentrierte Leistungen. Einziger Risikofaktor war Damianas Zeitnotschwäche. Beide Verlustpartien ergaben sich aus überlegenen Stellungen, weil sie in der Suche nach perfektem Spiel zu spät auf schnelleres Ziehen umschaltete.
Das wiederholte sich auch in Runde 4, doch hier hatte Damianas Gegner schon kein Material mehr, so dass die Partie als Remis gewertet wurde. Das war ein ganz wichtiger halber Punkt, der uns den Mannschaftssieg über den späteren Vizemeister und erstmalig die Tabellenführung einbrachte.

Bild Doch welche Wandlung dann in den beiden letzten Runden! Damiana spielte selbstbewusst und hoch konzentriert zwei großartige Partien, hatte sogar Zeitvorteil und nahm sich im richtigen Moment noch einmal Zeit zum Überdenken der nächsten Schritte. Diese beiden Gewinnpartien waren wichtige Bausteine zum Turniersieg.

Bild In Runde 5 bezwangen wir die bis dahin ungeschlagenen Steglitzer sicher, eben weil Damiana in der längsten Partie der Runde ruhig blieb und ihren Vorteil verwertete. So ging unser Team mit zwei Punkten Vorsprung in die Schlussrunde. Der Trainer fokussierte die Mannschaft noch einmal auf diese Aufgabe. Die Goldmedaille sollte nicht mehr aus der Hand gegeben werden.
Die Schützlinge der Berliner Schachtrainer-Legende Michael Rätsch lieferten uns einen Kampf auf Augenhöhe, bei dem lange jedes Ergebnis möglich schien. Beim Stande von 1:1 hatte Cord zunächst eine Qualität eingebüßt, während Damiana bei noch vollem Brett wohl etwas besser stand. Doch Cord ("Ein Springer ist eben stärker als ein Turm.") gabelte den gegnerischen Turm auf. Anschließend gewann er das Bauernwettrennen und setzte einen sehenswerten Schlusspunkt zur 2:1-Führung, die unsere Goldmedaille sicherte. Nach dem gewonnenen Bauernwettlauf stoppte Cord mit einigen genauen Damenzügen den gegnerischen Freibauern und spielte nun stilecht 1… Dh5+ 2. Kg8 Ke6 (hebt das Patt auf und erzeugt Zugzwang) 3.Kf8 Df7#.
Der Jubel der Jungen brach hier schon los, während Damiana natürlich ganz ruhig blieb und ihre Partie sicher zum Gewinn vollendete.

Alle fünf Spieler haben heute ein ganz starkes Turnier gespielt. Lahcen unterliefen zum Ende des Turniers zwei unnötige Patzer, die vom übrigen Team problemlos aufgefangen wurden. Cord spielte mit einer "5 aus 6"-Bilanz sein bislang bestes Turnier. Sein Weg wird schon sehr bald aus dem Status "vereinsloser Spieler" heraus führen. Hasan bestätigte die bisherigen guten Turniereindrücke, und Ivan war mit meist sehr schnellen Siegen zur 1:0-Führung genau das, was uns an einem hinteren Brett in Mannschaftsturnieren so stark macht.
Unsere erste Goldmedaille in dieser Kategorie glänzt jedenfalls so schön, dass man sie nicht einmal richtig fotografieren konnte.

Bild Bild
Damiana mit gewohnt starkem Spiel und
schöner Steigerung beim Zeitmanagement
Big Point im letzten Spiel und 5 Siege
aus 6 Partien: Cord Janssen
Bild Bild Bild
Auch diese Partie wird Ivan gewinnen. Lahcen mit ausgeglichener Bilanz am 2. Brett Hasan wächst immer besser in unsere Teams hinein.

Bericht und Fotos: Thomas Binder