| Zur Startseite | Übersicht Wettkämpfe | Übersicht Schuljahr |
Jugend-Winterturnier 2026
Wie schon im Vorjahr können wir nach dem Jugend-Winterturnier eine sehr erfreuliche Bilanz ziehen. Gleich elf Mitglieder unserer AG waren am Start.
Das kompakt gute Ergebnis von 2025 wurde diesmal noch übertroffen. Zwei Top-Ten-Plätze und zwei weitere Ränge in den Top-20 sind eine leichte Steigerung.
Bis auf einen vorzeitig ausgestiegenen Spieler kamen all unsere Vertreter auf mindestens 3 Punkte.
Betreut von den Herderschach-Legenden Aram und Kai, waren unsere Spieler jederzeit engagiert bei der Sache.
Das große Feld war allerdings alters- und leistungsmäßig sehr heterogen besetzt. Das ist einerseits der besondere Reiz des Jugend-Winter-Turniers. Andererseits leidet darunter hin und wieder die Turnierruhe und damit die Konzentration. Manch älterer Spieler verzichtet aus diesem Grund sogar auf die Teilnahme.
Maxim (Bild links) steht wie schon 2025 am weitesten vorn. Er steigert sich noch einmal um zwei Plätze. Das Turnier begann für ihn mit dem Sieg gegen eine Deutsche Vizemeisterin
und EM-Teilnehmerin. Auch in Runde 2 folgte ein sehr junger Gegner. Der stark aufspielende Gast aus Braunschweig fügte Maxim dabei die einzige Niederlage zu.
Doch Maxim blieb am Ball, gab nur noch ein Remis ab und setzte sich u.a. gegen zwei bereits recht erfolgreiche Spielerinnen durch.
Die Krönung in der letzten Runde war ein schöner Angriffssieg, bei dem er den gegnerischen König mit 14 Schachgeboten in Folge in ein Mattnetz zog.
Wenn aber der Spieler trotz 5½ Punkten aus 7 Runden und Verbesserung gegenüber der Setzliste am Ende doch noch DWZ-Punkte verliert, muss man wohl von
fehlendem Ansetzungsglück ausgehen.
Zur Favoritengruppe gehörte Alper (Bild rechts) bei seinem Debüt in der Berliner Jugend-Open-Serie. In den meisten Partien wurde er dieser Rolle vollauf gerecht.
Einen Rückschlag gab es in Runde 3 ausgerechnet gegen Jan. Wie die Derbys im Fußball haben eben auch bei uns die internen Duelle ihre eigenen Gesetze.
Das haben wir nicht zum ersten Mal festgestellt. Mit drei weiteren Siegen spielte sich Alper wieder weit nach vorn. In der Schlussrunde kam es dann
zu einem echten Finale um den Turniersieg gegen den an Nummer 1 gesetzten Hao Weng von den Königsjägern. Alper musste auf Gewinn spielen, versuchte es mit
einem Opferangriff, doch scheiterte er schließlich an der umsichtigen Verteidigung des Gegners.
Jan (Bild links) war nach dem Sieg gegen Alper zeitweise unser aussichtsreichster Spieler. Nur ein rabenschwarzer Montag mit zwei Niederlagen verdarb eine
noch bessere Position. Wir freuen uns, dass er nach langer Turnierpause auf diesem Niveau nun wieder angreifen will. Mit dem deutlichen DWZ-Plus ist der Anfang gemacht.
Peter, der mit einem starken Zwischenspurt noch weit nach vorn kam, und Timur spielten wie so oft ein Turnier mit Höhen und Tiefen. Beide verloren nur je zwei Partien gegen starke Gegner. Über die 50%-Hürde kommt auch Bjarne. Seine Partien sahen oft sogar besser aus, als das Ergebnis vermuten lässt. Hier und da verdarb noch eine Unkonzentriertheit den möglichen Sieg. Dennoch ist ihm mit dreistelligem DWZ-Zuwachs jetzt wohl auch bei diesem Kriterium der Durchbruch gelungen.
Bei je 50% landen Ansgar und Konstantin (auf dem Bild nebeneinander). Ansgar spielte den üblichen Schweizer-System-Zick-Zack sowohl was die Punkte, als auch was die Qualität der Gegner betraf.
Da ein positiver Ausrutscher mit dem Remis gegen einen 1500er dabei war, gibt es am Ende einen neuen DWZ-Bestwert. Konstantin hatte in allen Runden DWZ-überlegene Gegner.
Wenn man dann 3½ Punkte holt, ist der Wertungsgewinn deutlich dreistellig und so nähert sich die DWZ nun auch bei ihm dem tatsächlichen Leistungsstand an.
Zum Abschneiden unseres jüngsten Teilnehmers gebe ich kurz Aram das Wort: "Avyukt hat sich in diesem Turnier deutlich gesteigert und sticht vor allem damit hervor,
dass er nun deutlich ruhiger an seine Partien herangeht".
Besondere Betrachtung verdient schließlich das Ergebnis von Damiana (Bild links). Sie trat zum ersten Mal auf diesem Turnierlevel an. Entsprechend schwer fiel auch
der Start mit drei Niederlagen. Dabei spielte unsere Teilnehmerin bereits durchweg lange und konzentrierte Partien, doch es fehlte einfach noch etwas an Erfahrung.
Ab Runde 4 ging dann aber keine Partie mehr verloren. So stehen am Ende 3 Punkte zu Buche. Das ist ein mehr als achtbarer Einstand!
Jetzt müssen wir nur noch einen Weg finden, wie Damiana ihr riesiges Potential in einem Schachverein weiterentwickeln kann.
Bericht und Fotos: Thomas Binder