Jugend-Sommer-Open 2026

Bild Reiche Pokal-Ernte

Auch beim diesjährigen Sommer-Open konnten wir reichlich Pokale und Medaillen erringen. Den nominell wertvollsten Titel holte Dongkeon (Foto links). Dass er die u17-Wertung gewinnen würde, stand frühzeitig fest. Bei solchen vergleichsweise einfachen Siegen schauen wir dann vor dem Jubel darauf, ob auch eine adäquate Leistung damit verbunden war. Dies können wir Dongkeon heute mit gutem Gewissen bestätigen. Im gemeinsamen Turnier der beiden obersten Altersklassen belegt er mit 3½ Punkten aus fünf Runden Platz 3, verliert nur gegen den Turniersieger und remisiert mit dem Zweiten.

Bild Bild "Gefühlt" noch besser lief es für Konstantin (Foto rechts außen). Nach vier Runden hatte er nur gegen den auf Platz 2 gesetzten Spieler ein Remis abgegeben. So verdiente er sich ein echtes Finale gegen den Top-gesetzten Janek Neudecker von der TSG Fredersdorf. Beide Spieler lieferten sich ein würdiges Finale, welches natürlich auch wieder die letzte noch laufende Partie aller Turniere dieses Wochenendes wurde. Janek hatte mit doppeltem Figurenopfer einen starken Königsangriff eingeleitet. Lange schien es, als könnte Konstantin sich behaupten. Er gab eine Figur zurück, wurde schließlich aber doch stark überspielt. Im Endspiel waren sein Springer und zwei Bauern gegen sieben weiße Bauern machtlos: Verdienter Turniersieg für Janek und bislang bestes Turnier von Konstantin. Er wurde Vierter im Gesamtfeld und Dritter der u15-Wertung.

Wenn wir zunächst in der höchsten Altersgruppe bleiben, ist noch die Mädchen-Medaille für Damiana (Foto rechts innen) hervorzuheben. Nach einem sehr starken ersten Tag mit 2½ Punkten unterlag sie am Sonntag den beiden Altersklassen-Siegern Janek und Dongkeon. Bei wie immer schachlich sehr guten Partien gab es im Zeitmanagement noch Reserven. Manchmal war schon nach weniger als 20 Zügen eine Stunde verbraucht.

Bild Eine Stufe tiefer holt Avyukt (Foto rechts) als Dritter der Klasse u13 seinen ersten Einzelpokal auf Berliner Ebene. Vier Punkte und etwas Wertungsglück bringen ihn weit nach vorn.

Weitere Top-Platzierungen in allen Turnieren

Punktgleich mit Avuykt und dabei ungeschlagen beendet sein Klassenkamerad Philipp dieses Turnier. Fünf starke Partien, darunter ein Remis gegen die Nummer 2 der Setzliste sind die Basis, sich im nächsten Turnier eine sehr schöne Erst-DWZ zu holen.
Auch bei den "Großen" gab es weitere Spitzenplätze zu feiern: Hinter zwei Spielern unseres Partnervereins kommt Aryan mit Platz 8 noch in die Spitzengruppe. Nach zwei Startniederlagen in schul- bzw. vereinsinternen Duellen gewann er die drei übrigen Partien.

Bild Richtig gut lief es auch für zwei unserer u11-Spieler. Max und Iaroslav wagten sich erstmals in ein mehrtägiges Open. Mit riesigem Elan und nie erlahmender Spielfreude kamen beide zu hervorragenden Ergebnissen. Max holte 3½ Punkte. Vor allem der phantasievolle Königsangriff in der Schlussrunde sorgte für Aufsehen. Damit schob sich unser Spieler noch in die Top-Ten!
Iaro gewann drei Partien gegen etablierte Turnierspieler. Das Verwerten der Vorteile gelang noch nicht immer ganz zielstrebig, doch die Trainer haben auch bei ihm enorme Fortschritte gesehen.

Achtbare Leistungen auch im Mittelfeld

Unter den übrigen Spielern der Herderschach-AG möchte ich Maximilian (Foto links) hervorheben. Kennt man ihn aus dem AG-Training eher als Unruheherd, war er hier wie ausgewechselt und spielte durchaus konzentrierte Partien. Mit einem 50%-Ergebnis erfüllte Maximilian die Erwartungen. Sein Auftreten in der Turnierarena muss nun aber auch zur Norm für den Alltag werden.

Nicht alle unsere Spieler konnten sich weit vorn platzieren. Einige hielten am zweiten Tag nicht ganz den Erwartungen nach gutem Auftakt am Samstag stand. Andere waren dabei, um Erfahrungen für die nächsten Wettkämpfe zu sammeln. Spätestens im Aufenthaltsraum waren aber eventuelle Enttäuschungen verflogen und wurde die Freude der siegreichen Spieler geteilt.

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Max Heise Es läuft die Finalpartie u15/u17. Die berühmteste Kopfbedeckung im Berliner
Jugendschach und darunter Philipp Beier

Bericht und Fotos: Thomas Binder