Binder,Thomas (1782) – Schmidek,Emil (1444)
Berlin, 04.04.2010

Die Partie ist weiter gegangen. Schwarz befindet sich nun in einer schwierigen Lage. Er muss seinen a-Bauern auf dem Brett halten und den Vormarsch des weißen c-Bauern unterbinden. Eine erfolgversprechende Strategie bestand im aktiven(!) Zusammenwirken von Läufer und König.

55…Ld8-f6!
Nach diesem Zug hat Weiß keinen offensichtlichen Gewinn mehr. Worin der Unterschied besteht, sehen wir am besten, wenn Weiß den gleichen Plan verfolgt, wie in der Partie.
[In der Partie folgte 55…Ld8-e7? Der kleine Unterschied bei diesem Läuferzug wird am Ende über Remis oder Niederlage entscheiden. 56.c4-c5 Ke8-d8 57.Kc6-b6 Le7-f8 58.c5-c6 Lf8-d6 59.Kb6xa5 Kd8-c7 60.Ka5-b5 Obwohl Schwarz keinen Fehler mehr gemacht hat – alle Züge entsprachen auch der Fritz-Empfehlung – ist er nun in eine Stellung geraten, die er letztlich nicht mehr halten kann.]

56.c4-c5 Lf6-d4 57.Kc6-b5
Damit vermeidet Weiß zwar die Fesselung des Bauern (siehe Variante), aber der schwarze König kommt gerade rechtzeitig, um den c-Bauern anzugreifen. [57.Kc6-b6!? Jetzt ist dieser Zug mehr oder weniger sinnlos. Der c-Bauer ist gefesselt und der König kann auf a5 nicht schlagen, weil ein Bauernabtausch a5 / c5 zum Remis führt. 57…Ke8-d8 58.Kb6xa5 Ld4xc5
Diese und einige ähnliche Stellungen dieser Analyse sind remis. Der schwarze König kümmert sich um den a-Bauern und sollte der weiße Monarch zum g-Bauern laufen, deckt Schwarz diesen von e3 aus. z. B. 59.Ka5-a6 Kd8-c7 60.a4-a5 Kc7-b8 61.Ka6-b5 Lc5-e3 62.a5-a6 Kb8-a7 und es geht nicht weiter.]

57…Ke8-d8 58.c5-c6
[58.Kb5xa5 Ld4xc5 remis]

58…Kd8-c7 59.Kb5xa5 Kc7xc6
und wieder haben wir eine Remisstellung.