Toebs,Robin (1686) – Herrmann,Dirk (1792)
BEM 2010, 31.01.2010



1…d5-d4
Offenbar gewinnt Schwarz mit diesem Zug eine Figur. Der Gegner und seine Mannschaft frohlockten bereits ob eines leichten Sieges.

2.Sc3-e4! d4xe3??
Nach dem scheinbaren Patzer von Weiß nimmt Schwarz ohne zu Zögern die "eingestellte" Figur. [Richtig war 2…Sf6xe4 Nun kann Weiß seine Figur retten, doch wird Schwarz eine klar vorteilhafte Stellung erhalten. 3.Ld3xe4 Ta8-b8 4.Le3-c1 Zu allem Übel muss der Läufer auf das Ausgangsfeld zurück, um den Bauern b2 zu schützen.]

3.Se4xf6+ g7xf6
[3…Kg8-h8 4.Sf6xh7 ist natürlich nur noch Schadensbegrenzung.]

4.Ld3xh7+!!
Nach langem Nachdenken holt Robin zum entscheidenden Schlag aus. Natürlich musste er vor allem auch über mögliche Ablehnungen des Opfers nachdenken.

4…Kg8xh7
[Was passiert bei Ablehnung des Läuferopfers? Ähnlich zur Partie verliert 4…Kg8-g7? 5.De2-g4+ Kg7xh7 (5…Kg7-h8 6.Tf1-f3 und gewinnt z. B. 6…e6-e5 7.Lh7-f5 ) 6.Tf1-f3 und Weiß setzt matt; Eigenständige Bedeutung hat 4…Kg8-h8!? 5.Lh7-e4 Weiß gewinnt den Turm a8 und hat nun auch materiell klaren Vorteil. 5…Tf8-d8 (5…Lc8-b7?? scheitert nämlich elementar an 6.De2-h5+ Kh8-g7 7.Dh5-h7# ) 6.Le4xa8 Td8-d2 7.De2-h5+ Kh8-g8 8.Tf1-f3 ]

5.De2-h5+ Kh7-g7 6.Dh5-g4+!
Notwendige Genauigkeit [6.Tf1-f3?? Tf8-d8 ]

6…Kg7-h7 7.Tf1-f3
Schwarz gab auf. Er wird mattgesetzt. 1-0