Granzin,David (1213) – Petersen,Marcel (1473)
Berlin KKSO, 09.02.2013

Wir sind in einem Endspiel mit ungleichen Läufern bei gleicher Bauernanzahl. "Remisiger" kann eine Stellung eigentlich nicht sein. Natürlich ist hier auch nichts Aufregendes los, die Partie ist völlig ausgeglichen.

32.Kf4
[Vielleicht wäre 32.f4 etwas besser, aber ein wirkliches Problem hat Weiß auch nach dem Partiezug nicht.]

32…Ld2+ 33.Kg3 Le1+
Soweit alles in Ordnung. Nun mag Weiß gedacht haben, dass sich mit einer Rückkehr nach f4 wohl Zugwiederholung ergeben würde und das Remis besiegelt wäre. In der Tat bot Weiß mit seinem nächsten Zug sogar remis. Aber Schwarz hat einen ganz anderen Plan ausgeheckt.

34.Kf4??
[Wohl oder übel – der König musste sich ins Abseits stellen. 34.Kh2 Jetzt hat zwar Schwarz einige optische Vorteile, zum Gewinn sollten diese aber bei ungleichen Läufern nicht reichen. 34…e5 35.Kg1 e4 36.Kf1 Lg3 37.Ke2 Ke5 und nach 38.Lb5 kommt Schwarz nicht weiter.]

34…Lf2!!
Und plötzlich ist es matt! Gegen die Mattdrohung der beiden Bauern e6-e5 oder g6-g5 kann Weiß nichts mehr unternehmen. In der Partie folgte

35.Lxe6
[35.h4 e5# ]

35…g5# 0-1