Bryntse-Idee – Grundstellung
04.08.2010



1.e4 c6 2.f4
Bereits das ist eine interessante Zugfolge, mit der man den "gewöhnlichen Caro-Kann-Spieler" aus seinem Konzept bringt.

2…d5 3.Sf3 dxe4 4.Sg5 Sf6 5.Lc4 Lg4!?
[Der wesentliche Grund für die Seltenheit des Damenopfers liegt darin, dass Schwarz der Variante sehr gut ausweichen kann. Indes erhält die Stellung dann einige Züge, die an das Tennison-Gambit erinnern. Wer mit diesem vertraut ist, braucht diese Zugfolge also nicht zu fürchten. 5…e6! 6.Sc3 b5 7.Lb3 (7.Le2?! ) 7…Sbd7 8.Sgxe4 ]

6.Dxg4
Nun entwickeln sich die Dinge zunächst forciert. [6.Lxf7+ ist nur Zugumstellung 6…Kd7 7.Dxg4+ Sxg4 8.Le6+ Kc7 9.Lxg4 ]

6…Sxg4 7.Lxf7+ Kd7 8.Le6+ Kc7
[Und dies ist die Stelle, wo Schwarz die Dinge abrupt abkürzen kann. Weiß bleibt nun nicht viel mehr als die Zugwiederholung 8…Ke8 9.Lf7+ Kd7 10.Le6+ Ke8 11.Lf7+ ]

9.Lxg4
Weiß hat zwei Leichtfiguren für die Dame bekommen und droht nun mit der Gabel auf e6.

9…De8
[9…Dd5 sieht aktiver aus, schafft aber zusätzliche Angriffspunkte. 10.Sc3 (10.Se6+ Kb6 11.Sc3 Dd6 ) 10…Dd6 11.Se6+ Kb6 ]

10.Se6+ Kb6 *