Boleslavski,Isaak – Dzindzichashvili,Roman
1967

Diese Stellung ergibt sich am Ende einer gut analysierten Eröffnungsvariante. Das nun folgende Qualitätsopfer wurde nach dieser Partie viel beachtet und gilt heute als der beste Zug. Weiß vertraut darauf, dass der schwarze König ohne Rochade im Zentrum verharrt und dort früher oder später erlegt werden kann.

17.Ta1-d1! h7-h6
[Natürlich kann Schwarz das Opfer annehmen, Weiß bekommt gewiss reichlich Kompensation, indes keine klare Gewinnstellung. 17…Sb6xd5 18.e4xd5 Ke8-f8 Das ist eben der Hintergrund des Opfers: Schwarz kann nicht rochieren. 19.d5-d6 Le7xg5 20.Sf3xg5 Db7-d7 21.De2-e3 ]

18.Lg5xe7 Sb6xd5 19.Le7xc5! Sd5-e7
Schwarz glaubte wohl, dass er damit noch die Rochade vorbereiten kann. [19…Sd5-f4 20.De2-e3 Sf4-e6 stellt den Springer besser als in der Partie, vergibt aber weiterhin das Rochaderecht.]

20.Sf3-e5 Ta8-c8
Andere Züge mögen besser sein, aber am weißen Vorteil ist kein Zweifel. Jetzt erleben wir einen erfrischenden Mattangriff.

21.Td1-d7 Tc8-c7
[21…Db7xd7 22.Se5xd7 Ke8xd7 23.De2-d3+ Kd7-e8 24.Dd3-d6 erzwingt weitere materielle Zugeständnisse. 24…Tc8xc5 (24…Se7-g6 25.e4-e5 Tc8-d8 26.Dd6-c6+ Td8-d7 27.e5-e6 f7xe6 28.Dc6-c8+ Ke8-f7 29.Dc8xd7+ ) 25.Dd6xc5 ]

22.Td7-d8+!!
Los geht's!

22…Ke8xd8 23.Se5xf7+ Kd8-d7
[23…Kd8-c8 24.Sf7-d6+ Kc8-b8 25.Sd6xb7 Kb8xb7 26.b2-b4 ; 23…Kd8-e8 24.Sf7-d6+ Ke8-d8 25.Sd6xb7+ Tc7xb7 ]

24.De2-g4+ Kd7-c6
[24…Kd7-e8 25.Sf7-d6+ ]

25.Dg4-e6+
Schwarz gab auf. Das geradlinige Matt wäre nach

25…Kc6xc5 26.De6-d6+ Kc5-c4 27.Sf7-e5#
gefolgt. 1-0