Steinkrauß,Thilo – Binder,Thomas
Berlin, 26.09.2014

Schwarz kann die unglückliche Stellung des weißen Königs für einen gewinnbringenden Angriff ausnutzen. Dabei muss er allerdings genau vorgehen und über den Rand der vordergründigen Idee hinaus denken.

26…Df5-h3+!

[In der Partie spielte Schwarz 26…e4xf3!? Das ist immer noch gut, aber eben kein forcierter Gewinn. Die einzige Verteidigung besteht in 27.De2-e6 Es folgte 27…Df5xc5 (Etwas besser ist wohl 27…Df5-d3+ 28.Kf1-g1 Dd3-c2 29.h2-h4 Td8-d1 30.h4-h5 Weiß ist schon in einer Art Zugzwang. (30.De6-e7?? Dc2-f5 31.Te1xd1 Df5-h3-+ ) 30…Td1xe1+ 31.De6xe1 ) 28.Lc1-e3 Dc5-h5 29.h2-h3 Td8-e8 Ablenkungstrick für die Galerie 30.De6-g4 Dh5xg4 31.h3xg4 a7-a6 und die Spieler einigten sich auf Remis.]

27.Kf1-g1 e4xf3 28.De2-f1 Dh3-g4+ 29.Kg1-h1
So weit hatte auch der Nachziehende während der Partie gerechnet. Der eigentliche Königsangriff ist nun aber nicht fortzuführen. Insbesondere gelingt es nicht, den Turm auf den Königsflügel zu schwenken.

29…Lg7-c3!!
Jetzt hat der Turm kein Feld mehr auf der Grundreihe. Verlässt er diese aber, so dringt dort der schwarze Turm ein und die weiße Dame wird angegriffen bzw. abgelenkt.

30.Te1-e7+

[Die technisch beste Abwehr wäre noch 30.Df1-g1 Dg4-g2+ 31.Dg1xg2 f3xg2+ 32.Kh1xg2 Lc3xe1 wobei Schwarz "nur" einen Turm verliert.]

30…Kh7-h8
Weiß ist rettungslos verloren.

Auf "normale" Züge wie 31.Lc1-e3 [31.h2-h3 Dg4-h4 mit Doppeldrohung gegen e7 und h3 sowie der Drohung Te8-e1.]
folgt nun 31…Td8-d1