Glatthor,Thomas (1866) – Vollbrecht,Lars (1828)
Vereinspokal SF Siemensstadt Berlin, 03.10.2014

Weiß steht in dieser Phase der Partie besser und sollte gewinnen. Gegen das sofortige Schlagen auf a7 oder b7 hat Schwarz aber eine pointierte Gegenwehr vorbereitet. Sehen wir zunächst die Partiefolge. Auf das Schlagen auf a7 kommen wir in einem weiteren Diagramm zurück.

1.Td7xb7?
So wurde in der Partie fortgesetzt. Nun kann sich Schwarz mit einer überraschenden forcierten Zugfolge retten. [Weiß hat eine Reihe guter Züge, die ihm dauerhaften Vorteil versprechen, z. B. 1.Dd4-d5+ Kg8-h7 2.g3-g4 ; oder 1.h4-h5 Dg6-g5 2.g3-g4 Te8-e7 3.Td7xe7 Dg5xe7 4.Dd4xa7 ]

1…Te1-g1+!!
Dieses überraschende Scheinopfer sichert Schwarz das Remis. Sehen wir die Partiefolge. Die Variante ist quasi forciert, die (un)möglichen Abweichungen sind leicht verständlich.

2.Kg2xg1
[2.Kg2-h2?? Dg6xg3# ]

2…Dg6xg3+ 3.Kg1-f1
[3.Tf2-g2?? Te8-e1# ; 3.Kg1-h1?? Te8-e1+ ]

3…Dg3-h3+ 4.Tf2-g2
[4.Kf1-g1?? Te8-e1+ 5.Tf2-f1 Te1xf1# ]

4…Dh3xf3+ 5.Kf1-g1
[5.Dd4-f2?? Df3-d1+ 6.Df2-e1 Dd1xe1# ; 5.Tg2-f2?? Df3-h1# ]

5…Te8-e1+ 6.Kg1-h2 Df3xb7
und die Spieler einigten sich auf Remis. 1/2-1/2