Dechkanow – Beljawski,Alexander
1981

Das Problem für Weiß ist hier, dass seine Dame wohl die Diagonale nach f1 nicht verlassen darf. Anderenfalls droht Schwarz mit einem Matt auf diesem Feld. Ein Damentausch wäre dem Anziehenden auch nicht recht, dann verbleibt Schwarz mit Mehr-Qualität und aktivem Turm. An dieser Stelle hat Weiß die Partie sogar aufgegeben. Später wurde jedoch enthüllt, dass er sich nicht nur retten, sondern sogar gewinnen kann.

1.g4+ fxg4+ 2.Sxg4+
Nun gibt es für Schwarz drei Antworten, doch alle werden überzeugend widerlegt. Beim Engine-Check der Analyse von Kraus, konnte ich freilich in einem Fall die Überzeugungskraft der Widerlegung noch verstärken.

2…Tc5
ist ebenso aussichtslos wie andere Züge, doch der Computer findet hier noch eine Abkürzung.

[Sehen wir kurz die von Kraus korrekt behandelten Abspiele. Beide enden in attraktiven Mattbildern. 2…g5 3.De8+ Dg6 4.Sf6# ; 2…Dxb5 3.Sf6# ]

3.Sf6+!
Dass hier ein zweizügiges Matt lauert, kann man schon mal übersehen… [Die Idee von Kraus war 3.Dxc5+ g5 4.Se3 Der Springer deckt das Feld f1 und Weiß hat nun einen ganzen Springer mehr.]

3…Dxf6 4.De2# *