Binder,Thomas – Tonke,Kai
Berlin Berlin, 18.09.2020

Die Stellung ist ausgeglichen. Wir wollen die vier plausiblen Zügen von Weiß betrachten. Am interessantesten ist dabei der Zug

32.Ke2!
mit dem Weiß eine interessante Falle stellt.

[In der Partie wurde 32.Tc1 gespielt. Jetzt steht zwar der Turm recht passiv, doch Weiß hatte keinen großen Probleme, den Remishafen anzusteuern. 32…Le5 33.Ke2 ;

32.Te3 Txe3 33.fxe3 Le5 34.c4 sollte auch zu einer ausgeglichenen Partie führen.

Mit 32.Sxf6!? macht es sich Weiß unnötig schwer. 32…Kxf6 33.Te3?? führt jetzt überraschend schnell zu einem verlorenen Bauernendspiel. (33.Tc1 ist noch ok, zwingt Weiß aber in eine passive Verteidigung.) 33…Txe3 34.fxe3 Ke5 35.Ke2 (35.c4 Ke4 36.Ke2 c5 ) 35…b5 36.a5 Ke4 37.h4 h5 38.a6 f6 39.g3 und Weiß gehen die Züge aus.]

Weiß verwarf den Königszug, weil er nach 32…Lxc3?? scheinbar einen wichtigen Bauern verliert.
[In der Tat muss Schwarz zurückkehren und kann keine wesentlichen Fortschritte machen. 32…Td7 ]

33.Tb1!!
Nun verliert Schwarz überraschend eine Figur. Der Turm müsste den Läufer decken, hat aber kein Feld mehr auf der dritten Reihe. [33.Kxd3 Lxe1 war die Folge, die beide Spieler gesehen hatten.]

33…Td4 34.Sxc3
und Weiß gewinnt.