Studie von Troitzky – ---
1896

Die Hauptgefahr geht vom weißen Freibauern aus. Wenn Schwarz diesen erobert, kann er aufatmen. Andererseits kann sich Schwarz nicht leisten, den Läufer einzubüßen. Weiß würde dann beide schwarzen Bauern schlagen und den h-Bauern siegreich umwandeln.

1.Sd4!
Nimmt dem König das Feld b5. Außerdem droht die Gabel auf e6.

1…Lh6
[1…Kxd4 2.a6 und der Bauer ist nicht mehr aufzuhalten.

Eigenständige Bedeutung hat 1…Lh8 2.Sf5 Kb5 3.Kg3 Kxa5 4.Kxh3 Kb6 5.Kg4 Kc7 6.Kh5 Kd7 7.Kg6 Ke6 8.h4 Ke5 9.h5 Ke6 Der Vormarsch des h-Bauern ist nicht zu verhindern. Wir geben nur eine Beispielvariante. 10.h6 Ke5 11.Sg7 f5 12.Sxf5 Ke6 13.Sg7+ Ke7 14.Kh7 Kf7 15.Kxh8 Kf8 16.Sf5 Kf7 17.h7 Kf8 18.Sh6 Ke7 19.Kg7 ]

2.Kf3
Schwarz kommt nun schon in Zugwang. Der König kann nicht ziehen, weil sonst der a-Bauer läuft. Der Läufer hat aber auch kein so richtig gutes Feld: auf g7 oder f8 läuft er in die Springergabel auf e6. f4 und e3 werden vom weißen König beherrscht. d2 und c1 laufen wieder in eine Springergabel mit Schach.

2…f5
Nach Ausschluss aller Läufer- und Königszüge bleibt nur dies.
[2…Ld2 oder Lc1 3.Sb3+ ;
2…Lg5 3.Se6+ Kb5 4.Sxg5 fxg5 5.Kg4 Kxa5 6.Kxh3! Notwendige Genauigkeit

(
Die andere Schlagfolge genügt nicht zum Gewinn. 6.Kxg5? Kb6 7.Kg4 Kc6 8.Kxh3 und wir haben die bekannte Remiskonstellation mit einem Randbauern. 8…Kd6 9.Kg4 Ke6 10.Kg5 Kf7 11.Kh6 Kg8 )

6…Kb5 7.Kg4 Kc6 8.Kxg5 Kd7 9.Kg6 Ke8 10.Kg7 Weiß kommt gerade zurecht, um die Verwandlung des Randbauern möglich zu machen.]

3.Kf2
Aus (fast) gleichem Grund wie zuvor scheiden alle Königs- und Läuferzüge aus. Das Feld f4 ist für den Läufer jetzt wegen der Springergabel e6 tabu.

3…f4 4.Kf3!
Schwarz ist im Zugzwang. Alle Läuferzüge enden in einer Springergabel.

4…Kxd4 5.a6
und der Bauer ist nicht aufzuhalten. *