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Wieder einmal waren wir mit einer der zahlenmäßig größten Gruppen beim Quali-Turnier in Lichtenrade dabei: Neun Spieler unseres Vereins spielten mit unterschiedlichen Zielen
über die neun Runden des Turniers. Fast alle konnten sich gegenüber der Setzliste verbessern. Kai und Robin belegen die beiden ersten Plätze in der Wertung u1900, Lio wird
Zweiter in der Kategorie u1700!
Hier unser aktueller Punktestand
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Runde 3: In Runde 3 wurde das 5 Punkte-Ziel erstmals erreicht, obwohl die Ansetzungen dies eher nicht erwarten ließen. Gewinne steuerten Robin (sehr schnell), Kai (gegen DWZ knapp unter 2000), Jan und Stefan bei. Die Remis-Partien von Aram (gegen DWZ über 2100 in sehr guter Stellung) und Lio (immerhin auch gegen einen fast 300 Punkte stärkeren Spieler) rundeten den guten Tag ab. Da machte es auch nichts, dass Mark und Thomas gute Partien noch verdarben, während Ansgar bei 500 Punkten DWZ-Differenz ein Opfer des "beschleunigten" Schweizer Systems wurde.
Runde 4: Ganz großer Tag für unsere Mannschaft! Aus den 9 Partien der Runde wurden 7 Punkte geholt. Dabei blieben wir ungeschlagen. Herausragendes Ergebnis ist der Sieg von Stefan.
Unser Turnierdebütant gewann überzeugend gegen einen Nachwuchsspieler mit einer DWZ klar über 1600. Die Gewinnpartien von Aram, Robin, Ansgar und Mark kommen in die Kiste mit der
Aufschrift "standesgemäße Siege". Dabei mussten allerdings Ansgar und Mark in langen Partien nicht nur Ausdauer beweisen, sondern auch ein wenig das Glück bemühen.
Hinzu kommen vier Remispartien, bei denen in allen Fällen die Gegner nach DWZ klar besser eingestuft waren.
Runde 5: Nach dem starken Vortag war zu erwarten, dass wir es heute schwer haben würden. So wurden es dann auch nur 3 Punkte. Herausragend war dabei der Sieg von Kai gegen einen Spieler mit DWZ nahe 2000, gegen den er in Jugendschach-Zeiten meist unterlegen war. Den zweiten vollen Punkt steuerte Mark mit schönem Mattbild bei. Von den beiden Remispartien des Tages, war jene von Robin gegen DWZ 1998 in Ordnung, während Thomas mit dem Unentschieden nach schwieriger Partie gegen einen klar schwächer eingeordneten Spieler noch zufrieden sein musste. Leider gingen fünf Partien verloren, allerdings in allen Fällen gemäß der statistischen Erwartung.
Runde 6: Leichter Aufwärtstrend mit 3½ Punkten aus nur acht Partien. Besonders wichtig war der Sieg von Robin gegen die Nr. 3 der Setzliste. In einem ausgeglichenen Turmendspiel ließ sich der Gegner noch austricksen. Umgekehrt ging an Brett 4 bei Kai ein haltbares Turmendspiel noch verloren. Im Mittelfeld gab es Niederlagen für Mark, Lio und Stefan nach interessanten Partien und einen standesgemäßen Sieg für Aram. Auch Ansgar konnte sein Punktkonto um einen halben Zähler aufstocken. Thomas und Jan nahmen einen Ruhetag mit einem halben Punkt – allerdings nicht über das "BYE" der Turnierleitung, sondern mit einem schnellen Remis in der Partie untereinander.
Runde 7: Die kurze Durststrecke ist beendet – und wie! Aus den 9 Partien gab es heute 8 Punkte. Nur Robin musste gegen einen sehr starken Jugendspieler die Segel streichen. Unter den acht Siegern des Tages ist erneut Stefan hervorzuheben, der eine Spielerin im 1700er-Leistungsbereich mattsetzte. Lio, Jan und Thomas gewannen zudem gegen DWZ-stärkere Konkurrenz.
Runde 8: In dieser Runde holten wir 4½ Punkte. Ausgerechnet unsere vier am weitesten vorn platzierten Spieler mussten heute Niederlagen quittieren. Unter den Siegern ragt Lio heraus, der mit einer Glanzpartie gegen einen Routinier überzeugte und dabei auch 200 Punkte DWZ-Unterschied überwand. Thomas bezwang einen Jugendspieler, der zumindest mit dem Morra-Gambit total überfordert war. Mark gewann aus gedrückter Stellung etwas glücklich per Abzugsangriff, und Ansgar siegte mit einer hübschen Taktik aus zunächst nachteiliger Stellung. Schließlich – nein eigentlich zuerst – holte sich Stefan einen halben Punkt per Kurzremis.
Runde 9: Auch in der Schlussrunde ragte Lio heraus, der trotz 300 DWZ-Punkten Rückstand seine Partie gewann. Insgesamt wurden es wieder 4½ Punkte. Weitere Siege gingen auf das Konto von Robin, Aram und Mark. Kai spielte remis. Thomas wurde in Gewinnstellung gegen einen Top-Spieler ausgekontert.
Beim Mega-Turnier in Karlsruhe (allein fast 100 Großmeister, darunter mehr als ein Dutzend 2700er) spielte Henry diesmal im Freestyle-B-Open, also beim Chess-960. Mit 5 Punkten aus 9 Runden wird er nicht ganz zufrieden sein, aber wir sind gespannt, was er aus dem Umfeld des Turniers zu berichten hat.
Im vorigen Jahr hatte Thomas Glatthor das Nestorenturnier (Ü75) in Undeloh bei Hamburg ungeschlagen überstanden. Diese Serie hielt diesmal bis zur letzten Runde, wo dann ein FIDE-Meister das Stoppzeichen setzte. Dennoch darf Thomas mit einem Top-Ten-Platz – das war sein zuvor erklärtes Ziel – sicher zufrieden sein.
Die Jahreshauptversammlung am 20. März begann mit einem Quiz zur Vereinsgeschichte. Bei 14 Fragen konnte man sein Wissen oder zumindest ein treffsicheres Raten unter Beweis stellen. Mit Rudolf Palme, Christian Janzen, Manfred Leu und Wolfgang Nilius standen auch einige prägende Persönlichkeiten früherer Jahrzehnte im Blickpunkt. Es war sicher kein Zufall, dass mit Roland Gase ein älterer Schachfreund die Quizwertung gewann.
Nach den Ehrungen der Sieger und Platzierten sowie den Berichten des Vorstandes wurde letzterer neu gewählt. Der langjährige Vorsitzende Thomas Binder trat nach 25 Jahren im Amt nicht wieder an. Neuer Vorsitzender der Schachfreunde Siemensstadt ist Tim Rettig. Von ihm gingen 2003 die ersten Impulse zur Partnerschaft mit dem Herder-Gymnasium aus. Durch seine Berufs- und Lebenserfahrung bringt er herausragende Qualitäten für eine Führungsaufgabe mit. Um die vielen kleinen Dinge des Alltags wird sich künftig Aram Azarvash als 2. Vorsitzender kümmern. Brian Heinze als Spielleiter und Jan Holger Neuenbäumer als Schatzmeister sowie Kai Tonke als Beisitzer mit dem Schwerpunkt Jugendschach wurden in ihren Positionen bestätigt. Neuer Jugendsprecher ist Mark Bakulin.
Anschließend ernannten die Mitglieder des Vereins Thomas Binder zum Ehrenvorsitzenden. Er wird sich auch weiterhin in der Jugendarbeit engagieren und die Homepage gestalten.
Letzter Programmpunkt war die Premiere der 2. erweiterten Auflage des Buches 100 Jahre und kein bisschen matt zur Geschichte des Schachs in Siemensstadt.
Das Protokoll der Versammlung findet man unter diesem Link.
Die Erinnerung an den Kino-Auftritt unserer historischen Schachuhren in der Schachnovelle ist noch wach. Nun erreichte uns an einem Freitagabend ein
ähnlicher Hilferuf. Ein Filmprojekt der Universität der Künste wollte eine analoge(!) Schachuhr einsetzen. Das Requisit war jedoch in
die Brüche gegangen, und das Drehwochenende war in Gefahr. Natürlich haben wir gerne mit einer unserer Garde-Uhren ausgeholfen.
Übrigens: In dem Film wird nicht Schach gespielt und das königliche Spiel spielt überhaupt keine Rolle.