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Aktuelle Nachrichten

September 2023

Platz 7 im Einzelpokal

Inzwischen ist der Berliner Einzelpokal abgeschlossen. Die ausgeschiedenen Spieler setzten ihn in einem Schweizer-System-Turnier fort. Über die Sinnhaftigkeit dieses Modus kann man streiten, doch er greift immer mehr um sich. So beendet Henry nach einem Remis gegen FM Federau diesen Wettbewerb auf Platz 7.

Aram ist Regionaler Schiedsrichter

Aram hat den Lehrgang zum Regionalen Schiedsrichter absolviert und natürlich auch die Prüfung bestanden. Wir gratulieren und apellieren daran, dass sich weitere Schachfreunde für eine Schiedsrichter-Ausbildung engagieren.

Udo Schmidt Gedenken an Udo Schmidt

Wie wir erst jetzt erfuhren, ist im vorigen Jahr unser früheres Mitglied Udo Schmidt im Alter von 80 Jahren verstorben. Udo gehörte unserem Verein von 1988 bis 2008 an. Er spielte 127 Partien in den BMM-Teams und war regelmäßig bei den Vereinsturnieren dabei. Ich denke gerne an einen fairen Sportler, interessanten Gesprächspartner und prinzipienfesten Menschen zurück.
Thomas Binder

Schnellschach-Wochenende

Zum Auftakt der Berliner Meisterschaften im Schnellschach vertraten uns vier Spieler im Einzelturnier. Das gut 50 Spieler umfassende Feld war sehr stark besetzt. Selbst im unteren Drittel der Brettfolge bekam man zu fortgeschrittener Runde noch 2000er-Gegner.
Ein erfolgreiches Turnier resümieren vor allem Henry und Aram. Mit 4½ bzw. 4 Punkten aus neun Runden konnten sie die Erwartung der Setzliste übertreffen. Henry verdaute dabei einen Fehlstart mit drei Niederlagen gut, verlor in der Folge nur noch eine Partie. Aram darf sich vor allem über den Sieg gegen einen Titelträger (FM Federau) freuen.
Jan Holger startete stark (auch er mit Sieg über den genannten FM), konnte das Tempo aber in der zweiten Turnierhälfte nicht halten. Joram muss sich bei seiner ersten Schnellschach-Einzelmeisterschaft mit drei Punkten begnügen.

Spieler Punkte Partien
Henry Oelmann 6
Joram Gmeiner 3 5
Thomas Glatthor 1 6
Jan Holger Neuenbäumer 3 5
Aram Azarvash 6
Am Sonntag wurde dann die Mannschaftsmeisterschaft ausgespielt. Die Zeiten sind vorbei, da wir uns in solchen Turnieren freuen mussten, nicht die rote Laterne zu halten. Die vier Recken des Vortages verstärkten ihr Team noch mit Ehrenmitglied Thomas Glatthor, der seine Erfahrung in die Waagschale werfen sollte.
Wie erwartet war das Turnier mit zwar nur 21 Mannschaften, aber immerhin 14 Titelträgern sehr stark besetzt.
Zum Auftakt unterlagen wir dem späteren Vizemeister aus Kreuzberg. Henry verhinderte mit einem Remis gegen FM Glantz die Höchststrafe.
Wir schwammen dann lange unauffällig im Mittelfeld der Tabelle. Das Meisterstück gelang in der Schlussrunde mit einem 3:1 gegen den SC Zugzwang – vor ein paar Monaten schon unser dankbarer Gegner im Berliner Mannschaftspokal. Damit kommt unser Team auf einen starken 9. Platz und erreicht das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte bei dieser Meisterschaft. Erstmals beendet ein Siemensstädter Team die Schnellschach-Meisterschaft mit positivem Punktekonto.
Das herausragende Ergebnis unserer Spieler gelang diesmal Joram mit drei Siegen gegen 2000er, darunter gegen Martin Gebigke (2114). Auch Henry besiegte einen Spieler mit Wertzahl 2056. Thomas gewann gar gegen einen 2100er-Gegner. Jan Holger und Aram hatten an den hinteren Brettern nicht ganz so starke Konkurrenz und erfüllten die Aufgabe des Punkte-Sammelns sehr zuverlässig.

Jan Holger mit Doppelstart

In Berlin kann man immer irgendwo Schach spielen. So nutzte Jan Holger das zweite September-Wochenende zu einem Doppelstart.
Am Samstag ging es beim traditionellen Turnier in Karlshorst zur Sache – wohl unser einziges Turnier unter freiem Himmel. Für eine Werbeveranstaltung, die vor allem noch nicht im Verein aktive Schachfreunde anspricht, war es sehr stark besetzt. Der einzige Titelträger (FM Paulsen) musste sich mit Platz 3 begnügen, und es waren elf Spieler mit DWZ über 1900 am Start. Jan Holger holte vier Punkte aus sieben Partien und platzierte sich so im vorderen Mittelfeld. Erst eine Niederlage in der Schlussrunde verhinderte den Sprung in die Reihe der Top-Spieler.

Auch tags darauf beim Amateurcup der Schachfreunde Berlin bewies Jan Holger wieder gute Form und platzierte sich mit sechs Punkten aus neun Runden weit vorn. Nach "5 aus 6" saß er in Runde 7 sogar am Spitzenbrett. Nach der Niederlage in dieser vorentscheidenden Partie, ließ Jan Holger den Tag dann mit zwei Remisen ausklingen.

Schach-Profil auf den ersten Blick

Ausstellung SadJ Jairo unterstreicht das Schach-Profil der Schule an der Jungfernheide immer wieder mit informativen und gut gestalteten Ausstellungen im Foyer des Schulhauses. Aktuell stellt er dort u.a. eine Auswahl an Schachuhren vor, viele davon als Leihgabe aus unserem Vereinsarchiv. Herausstechend sind die historische Uhr, die wir zum Film Schachnovelle ausgeliehen hatten und eine Spezialuhr für "Ansageblitz".

August 2023

Henry im Einzelpokal

Henry vertritt unsere Farben im Berliner Einzelpokal. In der Auftakrunde spielte er gegen einen DWZ-stärkeren Gegner remis und verlor das Blitz-Duell. Damit ist er aus der KO-Runde dürfte ausgeschieden und spielt nun im Schweizer-System-Turnier weiter.

Vier ist Trumpf

Wieder mal war Jairo bei einem eintägigen Turnier mit Vierer-Gruppen aktiv. Bei einem der regelmäßen "Vierkant"-Turniere des SC Zitadelle holte er zwei Siege aus drei Partien. Erst im Dreier-Stichkampf verpasste er schließlich den Gruppensieg. Erstmals waren auch zwei Schülerinnen aus Jairos Schulschach-AG dabei, die mit 2 bzw. 3 Punkten in ihren Gruppen sehr erfolgreich abschnitten.

SaisonauftaktStimmungsvoller Saisonauftakt

Saisonauftakt Dank der Initiative einiger Mitglieder wurde die neue Schachsaison erstmals mit einem geselligen Abend am Grill und bei anregenden Gesprächen eingeläutet. Mehr als 20 Schachfreunde trafen sich auf dem Hof der Schule an der Jungfernheide, und auch der Wettergott war uns wohlgesonnen.
So ergab sich ein harmonischer Abend, der die ganze Vielfalt unseres Vereinslebens aufgriff. Während sich die Jugendlichen am Schachbrett (und später am Kicker) austobten, fanden sich unter den gestandenen Spielern immer wieder interessante Gesprächsrunden zusammen.
Danke an alle, die zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben!

Achim Schilly Joram und Achim auf der Rennbahn

… nämlich auf der Karlhorster Trabrennbahn. Dorthin ist der traditionelle Lichtenberger Sommer umgezogen. Ebenso traditionell nimmt Achim Schilly (siehe Foto) dieses Open unter Federführung des SC Friesen wahr. Diesmal erreichte er nach 9 anstrengenden Runden 3½ Punkte. Einen guten Einstand in dieses Turnier feierte Joram Gmeiner. Sein Start war zwar etwas verhalten (1 aus 4), weil er in den Runden 3 und 4 taktisch ausgekontert wurde, doch dann fand Joram zu Normalform zurück, verlor keine Partie mehr und steht mit 5½ Zählern etwa standesgemäß da.

Tandemschach als Generationenprojekt

Platz Team Punkte
1. Kai Tonke / Robin Toebs 11½
2. Joram Gmeiner / Uladzimir Khutko
3. Aram Azarvash / Georgij Stambler 4
4. Brian Heinze / Peter Khutko 2
Zwischen dem ältesten und dem jüngsten Teilnehmer unseres Tandem-Turniers in den Sommerferien lag ein Altersunterschied von 57 Jahren. Mal wieder Schach als Generationen übergreifendes Gemeinschaftserlebnis!
Der Sieg ging nach vierrundigen Matches freilich souverän an das ausgeglichenste Doppel. In allen sechs Duellen war jeweils das besser platzierte Team klar überlegen.

Juli 2023

Was lange währt…

Genau sechs Wochen nach dem letzten Spieltag liegt nun die DWZ-Auswertung der BMM-Saison vor.
Nach der BMM und weiteren aktuell ausgewerteten Turnieren freuen sich zahlreiche Spieler unseres Vereins über neue Rekord-DWZ ihrer Karriere.
Wir freuen uns mit Brian Heinze (fast 2000), Joram Gmeiner (über 1900), Aram Azarvash, Kai Tonke, Uladzimir Khutko, Thilo Steinkrauß, Thore Surburg, Viktor Le May, Vincent Wilkes, Andi Guo, Maxim Khutko, Hendrik Reinke, Jürgen Poethke und Ansgar Eckner.

Uli in Oberfranken

Von unserem Schachfreund Ulrich Huhn hören wir seit einiger Zeit leider nur indirekt. Trotz seines hohen Alters (Gratulation zum Achtzigsten!) reist er durch ganz Deutschland und spielt in der Seniorenszene. Neuestes Lebenszeichen sind vier Punkte aus sieben Runden von der Seniorenmeisterschaft Oberfrankens, womit er immerhin klar über der DWZ-Erwartung bleibt.

Achim in Kreuzberg

Beim Gedenkturnier des SC Kreuzberg für seinen früheren Vorstitzenden Werner Ott, vertrat Achim unsere Farben. Nach dem üblichen Schweizer-System-Zickzack gelang ihm ab Mitte des Turniers leider nichts mehr.

Gleich 4½mal: Willkommen im Klub

Mit dem Monat Juli gibt es mehrere erfreuliche Veränderungen in unserer Mitgliederliste.
Gleich vier Talente aus der Schach-AG des Herder-Gymnasiums haben sich nach vielen erfolgreichen Starts in Turnieren der Berliner Schachjugend unserem Verein angeschlossen. Damit können sie sich nun folgerichtig noch anspruchsvolleren Aufgaben stellen. Wir begrüßen also bei uns Alexander Borodulin, Lio Cheng, Peter Khutko und Ziyi Wang. Lio und Peter standen mit der WK-IV-Mannschaft schon bei der Deutschen Meisterschaft, Ziyi gewann im Februar ein DWZ-gewertetes Open über 2 Tage. Alexander hat bei mehreren Turnieren immer wieder starke Einzelleistungen gezeigt.

Dem aufmerksamen Leser der DWZ-Liste beim Deutschen Schachbund fällt außerdem eine Veränderung auf: Bei Thomas Glatthor ist das "P" für "passive Mitgliedschaft" entfallen. In der Tat hat sich Thomas entschlossen, künftig in der BMM wieder für unseren Verein zu spielen. Wir freuen uns, dass unser Ehrenmitglied das Team verstärken wird und seinen bisher genau 300 BMM-Partien für uns noch weitere hinzugefügt werden.

777, 717, 916, 419, 936
Pl. Name 1 2 3 4 5 Pt.
1. Robin Toebs +9 +7 +4 +3 –2 4
2. Aram Azarvash +7 –4 +6 +8 +1 4
3. Thomas Glatthor +8 =6 +5 –1 +4
4. Joram Gmeiner +5 +2 –1 +6 –3 3
5. Brian Heinze –4 +9 –3 +7 +8 3
6. Uladzimir Khutko + =3 –2 –4 +10
7. Thomas Binder –2 –1 +10 –5 +9 2
8. Kai Tonke –3 +10 +9 –2 –5 2
9. Jan Holger Neuenbäumer –1 –5 –8 +10 –7 1
10. Maxim Khutko   –8 –7 –9 –6 0

Das waren die ausgelosten Positionen bei einem erneuten Chess960-Turnier. Wir werten es als gelungenen Probelauf für eine Vereinsmeisterschaft in dieser Schachvariante. Der kurzfristigen Ankündigung war es geschuldet, dass zum Beginn der Sommerferien nur zehn Spieler dabei waren.
Für Unterhaltung und Spannung war gleichermaßen gesorgt. Erst die letzte laufende Partie (zwischen Kai und Brian) entschied über den halben Punkt im Buchholz-Abstand der beiden Ersten.

Bild Klassenaufstieg für Joram

Schöner Erfolg für Joram – als Zweitplatzierter des B-Klassenturniers beim SC Kreuzberg schafft er auf Anhieb den Aufstieg in die A-Klasse der Berliner Einzelmeisterschaften. Aus sechs Partien holte Joram fünf Siege. Nur gegen seinen "Angstgegner" Hans-Jürgen Körlin gab es eine Niederlage. Eine weitere Partie musste unser Spieler wegen Studienverpflichtungen kampflos abgeben. So blieb es bis zur letzten Runde spannend, doch mit einem weiteren Sieg sicherte sich Joram den zum Aufstieg genügenden zweiten Platz.

Juni 2023

Pokal-Märchen endet ohne Sensation
Halbfinale
  SF Siemensstadt   SV Mattnetz
1 Henry Oelmann (DWZ 1999) 0 : 1 Marcel Perersen (DWZ 2108)
2 Brian Heinze (DWZ 1949) ½ : ½ Oliver Fartmann (DWZ 2073)
3 Kai Tonke (DWZ 1754) ½ : ½ Victor Pererva (DWZ 2022)
4 Jan Holger Neuenbäumer (DWZ 1872) 0 : 1 Richard Pixa (DWZ 1986)
  1 : 3  
Spiel um Platz 3
  SF Siemensstadt   Chemie Weißensee
1 Henry Oelmann (DWZ 1999) 0 : 1 Johann Eberlein (DWZ 1992)
2 Brian Heinze (DWZ 1949) 1 : 0 Stephan Schliebener (DWZ 2085)
3 Kai Tonke (DWZ 1754) 0 : 1 Jan Neldner (DWZ 1993)
4 Jan Holger Neuenbäumer (DWZ 1872) ½ : ½ Uwe Arndt (DWZ 1944)
  1½ : 2½  

Unsere Pokalhelden waren im Halbfinale dem zwei Klassen höher spielenden SV Mattnetz ein würdiger Gegner. Erst nach zweieinhalb Stunden war die erste Entscheidung gefallen, als Henry nach Qualitätsverlust und hartnäckiger Verteidigung aufgeben musste. Jan Holger besaß zwar das Läuferpaar, doch war eine der Figuren quasi vom Spiel ausgeschlossen, so dass eine hübsche Kombination des Gegners zum Gewinn reichte. Brian (mit Mehrbauer) und Kai (mit Minusbauer) hielten ihre Turm- bzw. Turm+Springer-Endspiele sicher remis.

Tags darauf folgte dann eine knappe Niederlage gegen den gastgebenden Landesligisten. Dass damit der Traum vom Erreichen der Deutschen Pokalmeisterschaft ausgeträumt war, tut dem erfolgreichsten Abschneiden unseres Vereins im Pokal keinen Abbruch. Den Spielbericht übernimmt in gewohnter Zuverlässigkeit Kai:
Tonke – Neldner Ein Nervenkrimi im Spiel um Platz 3. Brian spielte aus der Eröffnung heraus eine Riesenpartie und gewann früh Material. Die erwartete Führung kompensierte ich (Kai) mit einem Fehler, der Mattangriff mit diversen Opfervarianten auf e3 zuließ. So stand es 1:1, aber mit dem Vorteil der Berliner Wertung auf unserer Seite.
Jan Holger hatte erneut einen schlechten Läufer, der aber nicht so katastrophal war, wie der gestrige. Er konnte in ein Turmendspiel mit einem Minusbauern abwickeln, welches er nach 50 Züge Regel sicher Remis hielt.
Henry hatte unterdessen eine Qualität mehr für einen Bauern und der Gegner hatte noch 5 min (+Inkrement) für fast 20 Züge. Brian und ich hatten die Stellung schon für vorteilhaft eingeschätzt, doch der b7-Bauer ging vom Brett und in der Folge war auch der a7 nicht mehr zu halten. Das Endspiel stellte sich zwar als schwierig heraus, doch der Gegner kam letztlich in ein Endspiel mit 3 Bauern und Läufer gegen Turm, sodass die Partie und der Mannschaftskampf verloren gingen.

Ausnahmsweise erfreuen wir uns mal an einem Geistesblitz des Gegenspielers. In der abgebildeten Stellung ist Schwarz am Zug. Wie gewann Schachfreund Neldner ebenso schnell wie spektakulär?

Bild Schule an der Jungfernheide jetzt "silberne" Deutsche Schachschule

Die Schule an der Jungfernheide hat ein Jahr nach der Bronzestufe jetzt auch die Bedingungen als Deutsche Schachschule in der Stufe "Silber" erfüllt. Die Erteilung des Qualitätssiegels ist ein weiterer schöner Lohn für Jairos unermüdlichen Einsatz. Er legt dabei besonderen Wert auf die sozialen und pädagogischen Aspekte seiner Schach-Angebote. Auch im Bereich der Inklusion leistet er Vorbildliches. Die neue Leistungsstufe ist nun die Würdigung auch für verstärkte Beteiligung an Wettkämpfen.

Historischer Pokal-Erfolg
Achtelfinale
  SF Siemensstadt   SC Zugzwang
1 Henry Oelmann (DWZ 1940) 1 : 0 Ali Polatel (DWZ 2105)
2 Brian Heinze (DWZ 1949) 1 : 0 Nabil Hadj Sassi (DWZ 1995)
3 Kai Tonke (DWZ 1793) 1 : 0 Nico Bierhals (DWZ 1808)
4 Jan Holger Neuenbäumer (DWZ 1880) 1 : 0 Franz-Simon Malur (DWZ 1309)
  4 : 0  
Viertelfinale
  SF Siemensstadt   SG Weißensee
1 Henry Oelmann (DWZ 1940) ½ : ½ Lionel Krüger (DWZ 1711)
2 Brian Heinze (DWZ 1949) 1 : 0 Matthias Ahlberg (DWZ 2010)
3 Kai Tonke (DWZ 1793) ½ : ½ Maik Kopischke (DWZ 1821)
4 Jan Holger Neuenbäumer (DWZ 1880) 0 : 1 Rico Schmidt (DWZ 1744)
  2 : 2  

Historischer Erfolg: Erstmals haben die Schachfreunde Siemensstadt das Halbfinale im Berliner Mannschaftspokal erreicht.

Den kurzen Spielbericht zum Achtelfinale übernimmt Jan Holger: Wir sind eine super Truppe. Meine Partie war nicht so schwer. Mein Gegner gab in der Eröffnung einen Bauern ohne Kompensation. Später musste ich nur konzentriert zu Werke gehen, um zu gewinnen. Glück hatte dafür Brian, der wohl auf Verlust stand, dann aber seinen Gegner austricksen konnte. Kai spielte hervorragend seinen Gegner aus, der in einer lange ausgeglichenen Stellung, womöglich auch wegen des Spielstandes etwas zu viel riskierte und damit verlor. Zwischendurch machte ich mir Sorgen, weil Kai mit Läufer und Springer gegen das Läuferpaar spielen musste. Beide hatten aber noch einen Turm. Henry spielte super an Brett 1 ein kompliziertes Schwerfigurenendspiel zum Sieg gegen einen hochkarätigen Gegner.

Tags darauf ließ es sich der Vereinsvorsitzende nicht nehmen, als Edelfan dem Viertelfinale beizuwohnen. Bei meinem Auftauchen war in keiner Partie eine Vorentscheidung gefallen. Es war aber bereits zu erkennen, dass Brian in bester Spiellaune war und gegen seinen hochkarätigen Gegner alles auf Königsangriff über die f-, g- und h-Linien setzte. Nur die Partie von Kai machte mir ein wenig Sorgen, da der Gegner die einzige offene Linie besetzt hatte. Kai löste dieses Problem aber recht humorlos und wickelte zu einer Stellung ab, in der man sich guten Gewissens auf Remis einigen konnte.
Was dies wert sein würde, blieb aber unklar. Henry hatte einen Bauern verloren und entschloss sich zu einem riskanten Qualitätsopfer, bevor der gegnerische Mehrbauer zur ernsten Gefahr werden konnte. Jan Holger stand dank des Läuferpaars optisch etwas besser.

Ahlberg – Heinze Wir waren etwas überrascht, dass Brian in dieser Phase remis bot, er begründete es später mit Sorgen wegen der Bedenkzeit. Noch mehr überraschte es uns, dass Schachfreund Ahlberg dieses Angebot ablehnte. Schließlich kam sogar er in Zeitnot und ließ mit dem letzten Zug vor der Zeitkontrolle eine schnelle Gewinnabwicklung zu. In nebenstehender Stellung zog Weiß 40.h2-h3??. Zwar hätten auch andere Züge klaren Nachteil ergeben, nach dem Partiezug wird es sogar schnell Matt. Wie gewinnt Schwarz sofort?

Wenig später unterlief auch am Spitzenbrett dem Weißenseer Spieler ein Fauxpas. Henry konnte mit Schach und Abzugsangriff die "Qualle" zurück erobern und erlangte sogar ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern. Da ein Remis zum Weiterkommen genügte, konnte er aber auf Gewinnversuche verzichten.
Jan Holger hatte die leicht bessere Stellung genau so lange gehalten, wie wir sie als Mannschaft brauchten, um den Gegner unter Druck zu setzen. Dass er dann noch etwas zu viel Risiko einging, war kein Problem – die Berliner Wertung brachte unser Team ins Halbfinale.

Mai 2023

Henry in Wittstock

Zum neunten Mal wurde am Pfingstwochenende in Wittstock unter dem Motto "Ran an den Turm" gespielt. Leider lief es für Henry diesmal nicht nach Wunsch. Ihm gelangen zwei Siege in fünf Partien.

Himmelfahrtsturniere in Berlin und Potsdam

Das Himmelfahrts-Wochenende ist traditionell Schachturnier-Zeit. Um die Gunst der Berliner Schachfreunde warben zeitgleich mindestens zwei Veranstalter. Da war zunächst die SG Lasker mit ihrem zweiten Rudolf-Teschner-Gedenkturnier im edlen Ambiente des Rathauses Schöneberg. In einer Potsdamer Sporthalle hat der dortige PSV Mitte sein X. Sommer-Open ausgerichtet.
Thomas Binder wählte traditionell den kurzen Weg von Spandau nach Potsdam und schrammte mit guten 4½ Punkten nur knapp an den Preisrängen vorbei.
Bild Jürgen Poethke hatte sich für sein Open-Debüt ausgerechnet das mega-stark besetzte Teschner-Turnier ausgewählt, wo ihn die Setzliste gnadenlos an vorletzter Stelle führte. Mit zwei Remisen konnte er diese Position schließlich auch bestätigen.

Henry ist (wieder) Weltmeister

Mega-Erfolg für Henry. Bei der ACO-Amateur-WM hat Henry die Kategorie C gewonnen. Damit holte er sich nach dem Seniorentitel 2022 in der gleichen Kategorie seine zweite "Weltmeisterschaft". Einmal mehr erwies sich Henry als Mann für die entscheidenden Momente. Nach einem gut gelaufenen Turnier unterlag er in der Vorschlussrunde gegen den letzten verbliebenen Rivalen und musste zum Schluss wieder "all in" gehen. Dass er das pefekt kann, haben wir ja in letzter Zeit oft bewundern dürfen.

Was folgt jetzt? Nach Carlsens Rücktritt ist die "echte" WM doch vergleichsweise billig zu haben…

Bild Noch besser präsent

Die DWZ-Seite des Deutschen Schachbundes ermöglicht ab sofort auch die Hinterlegung des Logos und der Homepage-Adresse. Dieses Angebot haben wir natürlich angenommen und damit auch an dieser Stelle unsere Sichtbarkeit verbessert.

Bild Vereinsteam als Schulmannschaft erfolgreich

Ausnahmsweise hier ein Bericht vom Jugendschach – ansonsten wie immer in aller Ausführlichkeit auf der Herderschach-Seite:

Erstmals vertrat ein komplettes Vereinsteam der Schachfreunde Siemensstadt das Land Berlin bei der Deutschen Meisterschaft der Schulen. An Position 12 gesetzt, steigerte sich die Mannschaft und kam mit tollem Einsatz in der letzten Runde auf Platz 9 unter den Meistern aller Bundesländer. Vier Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber.

Die Mannschaft harmonierte hervorragend, war sich jederzeit der ehrenvollen Aufgabe bewusst und fokussierte sich voll auf den Erfolg. Gegen die etwa gleichwertigen Teams aus Hamburg und Mainz wurden Big Points geholt.

Glückwunsch an Juri Ciesinger (Kapitän, 2½ aus 7 am Spitzenbrett), Viktor Le May (4 aus 7), Jan Skirstymonsky (5 aus 6), Maxim Khutko (1 aus 4) und Jan Dantsig (2 aus 4).

April 2023

Bild 960 zum Zweiten

Für den 28. April war eigentlich ein Training mit Atila Figura vorgesehen. Doch ausgerechnet beim Aufbruch zuhause war Atila ein kleines Missgeschick passiert, so dass er nicht nach Siemensstadt kommen konnte.
Wir machten aus der Not eine Tugend und spielten mit 21 Teilnehmern (darunter drei Gäste) ein Chess960-Turnier über fünf Runden. Ausgelost wurden die Positionen 552, 375, 119, 222 und 360. Running Gags des Abends waren Springer auf Eckfeldern, Rochaden im ersten Zug und Türme, die plötzlich schon nach wenigen Zügen unrettbar einem gegnerischen Läufer ausgeliefert sind.
Wieder einmal zeigte sich, dass die internen Hierarchien in dieser Spielweise ganz andere sein können, als im klassischen Schach. Gleich fünf Spieler beendeten das Turnier punktgleich an der Spitze mit je vier Punkten: Kai Tonke, Severin Göbel, Brian Heinze, Robin Toebs und Viktor Le May bildeten die Spitzengruppe. Leistungsträger der 1. Mannschaft wie Henry und Jan Holger konnten nicht in den Kampf um Platz 1 eingreifen, und der Vereinsvorsitzende wurde gar nur Vorletzter.

Zehn Spieler beim BEM-Qualiturnier – sensationelle Erfolge

Beim Offenen Turnier der Berliner Meisterschaft vertraten uns zehn Schachfreunde – nur zwei Vereine waren mit größeren Abordnungen in Lichtenrade dabei. Die Spieler und einige regelmäßige Zuschauer aus unseren Reihen präsentierten sich als perfektes Team mit schönem Zusammenhalt und Freude über den Erfolg des jeweils anderen.
Am Ende stehen für uns drei Preistitel und viele sensationell gute Ergebnisse. Henry belegt Platz 3 punktgleich mit dem Turniersieger, bezwingt diesen in der Schlussrunde am Spitzenbrett mit Springer-Läufer-Matt und besiegt mindestens einen weiteren Zweitausender. Jan Holger lag bis kurz vor Schluss in der Spitzengruppe, bezwang u.a. die Schachfreunde Krefenstein (2111) und Sitte (2035) und remisierte gegen den an Platz 1 gesetzten Ralf Schnabel (2212). Platz 3 in der Wertung "unter 1900" ist der verdiente Lohn.
Sensationelles Turnierdebüt für Joram! Mit 6 Punkten platziert er sich weit vorn und wird eine Erst-DWZ weit über 1800 bekommen. Highlight war der Sieg in der Schlussrunde gegen Jaroslav Verbitsky (DWZ 1924). Ein sehr starkes Turnier gelang auch Aram, der wohl ebenfalls die 1800er-Marke überspringt – verdient u.a. durch ein Remis gegen DWZ 2041 und gleich drei Siege gegen 1900er! Robin, Florian und (trotz "nur" 3 Punkten) Uladzimir erreichen DWZ-Gewinne, überzeugten vor allem punktuell in einzelnen Partien, Florian z. B. in der Auftaktrunde mit Remis gegen Peter Held (DWZ 1925). Alle drei hatten im Turnierverlauf leider auch einen kleinen "Hänger", von dem sie sich jedoch gut erholten. Das gilt auch für Achim der seine DWZ etwa bestätigt hat. In der ersten Wochenhälfte überzeugte er mit zwei Remisen gegen 1800er.
Eine Riesensteigerung gelang unserem jüngsten Teilnehmer: Maxim gewinnt satt dreistellig an DWZ und wird Dritter der Wertung "unter 1300". Einige Partien zeigten noch deutlich mehr Potential, als es das Ergebnis schließlich ausdrückt. Jairo musste in seinem ersten langen Open dem kräftezehrenden Turnieralltag Tribut zollen. Der Fehlstart (0 aus 4) entmutigte ihn aber nicht. So holte er aus den verbleibenden Runden immerhin ein 50%-Ergebnis.

Zum Ein- und Ausschalten ausführlicher Tagesberichte klicken Sie bitte auf den kleinen schwarzen Pfeil.

Robin, Runde 2 Runde 1: Der erste Tag brachte den Sieg für Robin im internen Duell gegen Joram und einen weiteren vollen Punkt für Jan Holger. Remis erreichten Henry, Aram und Florian, wobei die beiden jüngeren Spieler gegen deutlich höher gewertete Konkurrenz aufhorchen ließen.

Runde 2: Es gibt Partien, da ist das Ergebnis zweitrangig. Eine solche spielte heute Maxim, der gegen einen renommierten Gegner nach einer Glanzleistung eine Mehrfigur und weitere Vorteile hatte – bis der Gegner ein Mattbild erspähte. Auch bei Jairo lief es unglücklich: Er war nach Bauernumwandlung nicht konsequent genug, ließ auch dem Gegner eine neue Dame auferstehen (ok – es ist Ostern) und verlor noch. Vier Punkte verbuchten wir durch Achim, Joram (schöner Angriffssieg), Robin und Henry. Robin ist in nebenstehender Stellung mit Schwarz am Zuge. Nach 30… Dd6 ist gegen den Damenfang mit den Türmen auf a8 und b8 nichts zu finden.

Runde 3: Unsere bislang erfolgreichste Runde bringt mit sechs Punkten eine positive Tagesbilanz. Siege gehen auf das Konto von Achim, Jan Holger (nach sehenswertem aber ungenauem Damenopfer seines Gegners), Uladzimir, Aram und Henry. Joram (weiter auf 1700-Kurs) und Maxim (gegen einen 400 DWZ-Punkte stärkeren Gegner) spielten remis.

Runde 4: Nochmalige Steigerung der Tagesausbeute: Heute gehen sieben Punkte nach Siemensstadt. Herausragend dabei die Siege von Henry gegen einen 2000er und Aram gegen einen 1900er, ebenso das Remis von Achim (ungleiche Läufer bei zwei Minusbauern) gegen einen 1800er. Dass Joram gegen einen 1600er gewinnt, durfte man schon fast erwarten. Hinzu kommen die ersten vollen Punkte für Maxim und Florian, ein weiterer Sieg für Jan Holger und ein standesgemäßes Remis von Uladzimir.

Jan Holger, Runde 6 Runde 5: An Brett 3 und 4 saßen heute zwei Spieler unseres Vereins. War schon das beachtlich, so setzte Jan Holger diesem Erfolg mit seinem Sieg gegen Sergej Krefenstein (DWZ 2111) die Krone auf. Wieder einmal zeigte sich, dass man mit Springer und Randbauer gegen einen Springer gute Gewinnchancen hat. Weitere Gewinnpartien gehen auf das Konto von Robin, Florian und (endlich) Jairo. Achim erreichte ein beachtliches Remis gegen einen Gegner mit 250 Punkten DWZ-Vorsprung. Unter den verlorenen Partien ist erneut jene von Maxim hervorzuheben. Er hatte gegen einen 1600er eine eigentlich "unverlierbare" Stellung, bis ihm in Zeitnot doch noch ein Fehler unterlief.

Runde 6: Jan Holger setzt sich in der Spitzengruppe fest. Heute gewann er gegen Adrian Sitte (DWZ 2035), wenn auch mit einem für den Gegner tragikomischen Finale – siehe Bild rechts. Die beiden schwarzen Freibauern wiegen den Turm mehr als auf, aber selbst mit Schwarz am Zuge ist sein König im Mattnetz (g2-g4-g5#) gefangen. Nach c3-c2 würde zwar eine Dame auf c1 das Matt decken, doch Weiß antwortet Ta7-c7 und hält die Bauern auf, weil nach d3-d2 dieser Bauer ausgerechnet der Deckung durch c2-c1D im Wege stünde.
Weitere Siege steuerten Aram gegen einen 1800er und Jairo bei. Das außerordentlich kompakte Ergebnis dieser Runde komplettieren die Remispartien von Florian, Henry, Robin (gegen DWZ 1998) und Joram sowie nach einer ausgekämpften Partie im Familienderby der Khutko-Brüder.

Aram, Runde 8 Runde 7: Licht und Schatten waren heute etwa gleichmäßig verteilt. Dafür strahlte das Licht am Spitzenbrett umso heller, wo Jan Holger gegen den an Nr. 1 gesetzten Ralf Schnabel remisierte. Auf der Habenseite stehen die Gewinnpartien von Joram (im internen Duell gegen Florian), Henry, Aram (gegen DWZ 1936!) und Uladzimir. Jairo setzte seine Aufholjagd mit einem Remis fort.

Runde 8: Jan Holger bleibt konzentriert und sicher. Auch FM Federau kommt gegen ihn nicht über ein Remis hinaus. Mit 6 Punkten liegt er in der Spitzengruppe, zu der nun auch Henry mit einem sicheren Sieg aufgeschlossen hat. Joram gewann kampflos, konnte sich die Reise nach Lichtenrade sparen, weil die zugeloste Gegnerin rechtzeitig absagte. Im vierten und vorletzten internen Duell dieser Tage behielt Florian die Oberhand gegen Uladzimir. Unsere Glanzpartie spielte Aram. Nach dem wunderschön erspielten Sieg gegen einen 1900er ist er weit vorn dabei. In der links abgebildeten Stellung leitete Aram mit dem Springeropfer 21… Sfxg4+ den schließlich gewinnbringenden Angriff ein. Abgerundet wird die Tagesbilanz durch ein Remis von Maxim gegen einen gut 400 DWZ-Punkte "schwereren" Spieler.

Joram, Runde 9 Henry, Runde 9 Runde 9: Die Schlussrunde hielt uns noch einige Highlights bereit. Henry gewinnt gegen den Turniersieger FM Syré nach konzentrierter Partie. (Foto links – Quelle: Homepage des BSV) Fun Fact: Zum zweiten Mal innerhalb eines knappen Jahres muss er in der letzten Runde eines wichtigen Turniers das Matt mit Springer und Läufer demonstrieren – aber "gelernt ist gelernt".
Zweites Highlight war die Gewinnpartie von Joram gegen Jaroslav Verbitsky (DWZ 1924). Nach einem ungenauen Opfer verschmähte der Gegner das Remis und gab Joram so die Gelegenheit, seinen Vorteil im Endspiel mit viel Phantasie umzusetzen. In der rechts abgebildeten Stellung ist der Sieg schon nahe, die Gewinnführung mit 42.c6 Kg7 – 43.c7 Tc6 – 44.Sf8 Kf7 – 45.Td7+ aber durchaus sehenswert. Maxim gewann unser fünftes Vereinsderby gegen Jairo. Mit weiteren Gewinnpartien zeigten sich Florian, Robin und Achim gut erholt, nachdem in den letzten Tagen nicht alles nach Wunsch gelaufen war.

Warum in die Ferne schweifen?

Vierer-Wochenendturniere gibt es ja auch vor der eigenen Haustür. Diesmal war Jairo also beim SC Zitadelle zu Gast. Aus den drei Partien gegen mehrheitlich leicht besser eingestufte Gegner holte er diesmal einen Sieg.

März 2023

"10 oder Null"

Unter diesem Titel organisierte der SK Caïssa Hermsdorf eines der immer beliebter werdenden Drei-Runden-Turniere. In nach DWZ-Vorwert abgestuften Vierergruppen ermittelt man an nur einem Tag die Klassensieger. Jairo wird immer mehr zu einem Spezialisten für dieses Format. Diesmal war er in seiner Gruppe als "Letzter" gesetzt und holte sich mit zwei Punkten den 2. Platz. Erneut kann er seine DWZ verbessern und kratzt nun an der 1500er-Marke.

Bild Ehrenmitgliedschaft für Thomas Glatthor

In Würdigung von mehr als 60 Jahren Mitgliedschaft hat die Mitgliederversammlung Thomas Glatthor die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Siehe dazu die ausführliche Würdigung seiner Verdienste.

Ein Verein zum Wohlfühlen

Eine rundum positive Bilanz des Vereinslebens, der sportlichen Erfolge und der wichtigen Aufgaben im letzten Jahr konnte von unserer Mitgliederversammlung 2023 gezogen werden. Nach den sportlichen Ehrungen durch unseren Spielleiter erstatteten die Vorstandsmitglieder Bericht. Der 1. Vorsitzende konzentrierte sich dabei auf die Herauslösung aus dem Kulturkreis Siemens und den gut bewältigten Umzug an neue Standorte. Sein Fazit mündete in das Zitat eines Mitglieds aus dem vorigen Monat "Die Leute fühlen sich wohl".

Anschließend wurde der Vorstand neu gewählt. Thomas Binder, Tim Rettig, Brian Heinze, Aram Azarvash und Jugendsprecher Kai Tonke wurden mit den Stimmen der 18 Anwesenden in ihren Ämtern bestätigt. Hans-Joachim Schilly trat nach mehr als zwei Jahrzehnten im Vorstand nicht mehr an. Er hinterlässt den Verein als bisheriger Schatzmeister in einem wirtschaftlich sehr guten Zustand. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder den Schachfreund Jan Holger Neuenbäumer. Als zweiter Beisitzer gehört nunmehr Jairo González Alvis dem Vorstand an.
Kassenprüfer bleiben Henry Oelmann, Thilo Steinkrauß und Thomas Glatthor.

In der Diskussion wurden einige Anregungen gegeben, das Vereinsleben nach den Umbrüchen der letzten Jahre noch weiter zu optimieren, damit die eingangs zitierte Einschätzung auch weiterhin gültig bleibt.

Jairo auf Fortbildung

Vom 10. bis 12. März fand in der Akademie des Sports in Hannover ein Schachwochenende statt, organisiert vom Niedersächsischen Schachverband. Die Veranstaltung bot eine Vielzahl von Themenbereichen wie Schachpädagogik, Psychologie, Schach und Bewegung sowie Schachtraining für Trainer, Spieler und Betreuer an.
Als Mitglied von SF Siemensstadt fand ich spezifische Themen von persönlichem Interesse, wie beispielsweise Schach und Sport (Schach in Bewegung) sowie die kognitive Theorie von Jean Piaget in Zusammenhang mit Schach. Piaget war einer der einflussreichsten Entwicklungspsychologen des 20. Jahrhunderts und interessierte sich auch für Schach und seine Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung von Kindern. Er erkannte, dass Schach die Fähigkeit fördert, abstrakt zu denken und komplexe Probleme zu lösen. Kinder, die Schach spielen, lernen, verschiedene Optionen zu evaluieren, bevor sie eine Entscheidung treffen, und sie lernen auch, strategisch und taktisch zu denken.
Das Schachwochenende war somit sinnvoll und bereichernd.

Bericht von Jairo González

Chess960-Premiere

Auf Initiative von Robin versuchten wir uns erstmals in der Spielvariante Chess960. Trotz Erkältungswelle kam mit 10 Spielern ein respektables Feld zusammen. Wie erwartet, ergaben sich ungewöhnliche Ausgangsstellungen, aus denen sich im Laufe der Zeit mehr und mehr "normale" Schachpartien entwickelten. Manche Eigenheit der Figurenaufstellung wirkte aber noch sehr lange nach. Ein "normales Fianchetto" mit b2-b3 und Läufer auf b2 bei gleichzeitiger c-Rochade sieht für den König ganz sicher aus. Ein Springer auf a1 findet dann aber kaum ins Spiel. Andererseits ist ein Turm auf der Grundreihe nicht wirklich gedeckt, wenn die Figur auf a1 schon immer ein Läufer war.
Hier und da verleiteten die ungewohnten Bilder zu besonders kreativen Angriffen. Position 371 ermöglicht beiden Seiten, schon im ersten Zug zu rochieren, wonach man zwei Türme auf den zentralen Linien hat.

Für Experten: Das Los fiel auf die Stellungen 401, 371, 247 und 850. Diese wurden jeweils doppelrundig ausgespielt.

Nach spannendem Verlauf feierte unser neues Mitglied Joram Gmeiner gleich einen ersten Turniersieg.

Pl. Name R1 R2 R3 R4 M-P B-P
1. Joram Gmeiner 9 31 52 72 7
2. Jan Holger Neuenbäumer 81 61 102 3 6
3. Robin Toebs 72 11 62 2½ 5
4. Aram Azarvash    9 71 51 4
5. Thomas Glatthor 61 82 10 41 44
6. Henry Oelmann 51 21 30 92 44
7. Viktor Le May 30 102 41 10 33
8. Thomas Binder 21 50 90 102 33
9. Thore Surburg 1½ 4½ 82 60 23
10. Ziad Gornasa    70 20 80 00

(Die Platzierung von Aram vor Thomas und Henry ergibt sich daraus, dass er erst zur zweiten Runde einstieg und somit ein positives Verhältnis der kleinen Punkte aufweist.)

Die Teilnehmer waren sich einig, dass dieses interessante Experiment eine Fortsetzung erfahren sollte, gern auch im Gewand einer offiziellen Meisterschaft.

Training Februar 2023

Training im "Schaufenster des Schachspiels"

Erstmals nach unserem Umzug begrüßten wir IM Atila Figura zu einem anspruchsvollen Trainingsvortrag. Aufmerksam und angespannt verfolgten wir seine sehr instruktiven Beispiele zu Endspielen mit beiderseitig zwei Springern und einem Läufer. Dabei ging es vor allem um das Ausnutzen statischer Schwächen. Wie immer forderte uns der Trainingsabend über zwei Stunden alles ab, doch erneut konnten Spieler jedes Erfahrungsstandes wichtige Erkenntnisse mitnehmen. Mit 24 Teilnehmern wurde eine Rekordbeteiligung verzeichnet.

Unser Mann für die kurzen Turniere

Jairo Wenn Jairo ankündigt, dass er am nächsten Wochenende zu einem Turnier in Vierergruppen in die nähere oder weitere Umgebung reist, kann man für den Samstagnachmittag eine Erfolgsbotschaft einplanen. So auch beim 5. DWZ-Cup des SC Mecklenburger Springer. Erneut konnte Jairo das Turnier in seiner Gruppe überzeugend gewinnen. Nun ja – irgendwann erreicht auch die DWZ seine wirkliche Spielstärke, dann werden die Siege schwerer.

Willkommen bei uns

Unser Verein wächst weiter: Als neues Mitglied der Schachfreunde Siemensstadt begrüßen wir Joram Gmeiner. Nach einigen Wochen engagierter Teilnahme an unseren Trainingsabenden hat er sich jetzt zum Beitritt als aktives Mitglied entschieden.

Tandem-Turnier mit 3½ Tandems
PlatzTeam123Punkte
1.Robin Toebs / Maxim KhutkoXXX3 : 13 : 16
2.Henry Oelmann / Ansgar Eckner1 : 3XXX3 : 14
3.Kai Tonke / Uladzimir Khutko / Platon Ermolaev1 : 31 : 3XXX2

Traditionell auf Initiative des Jugendsprechers luden wir am 17. Februar zu einem internen Tandemturnier. Mit 3½ Teams blieb die Beteiligung etwas hinter unseren Erwartungen zurück. Dafür wurde bei ernsthafter Turnieratmosphäre gutes und spannendes Tandem-Schach geboten.

Jairo

Januar 2023

Achim bei der Seniorenmeisterschaft

Einziger Siemensstädter bei der 39. Offenen Berliner Seniorenmeisterschaft war unser Vorstandsmitglied Achim Schilly. In dem sehr stark besetzten Feld erreichte Achim nach vier Punkte aus neun Runden. Damit bestätigte er seine aktuell gute Form und erfüllte die Setzlisten-Erwartung.

Jairo mit Turniersieg in Kiel

Wie er 2022 beendete, so startet Jairo González (Foto links) erfolgreich ins neue Jahr. Beim 3. DWZ-Cup in Kiel wurde er Gruppensieger und kann seine Wertungszahl erneut deutlich verbessern. Er gewann in der sechsten von zwölf Gruppen all seine Partien. Schon im Vorjahr war Jairo bei einem ähnlichen Turnier in Mecklenburg erfolgreich.
Diese Turniere mit Vierer-Gruppen annähernd gleichstarker Spieler kommen mit einem Tag Spielzeit aus und bieten dennoch vollwertiges Turnierschach. Das Konzept wird offenbar gut angenommen.